Für ein sauberes Bohrbild die Platte mit der Oberseite nach unten auf eine weiche Unterlage legen. Das Gestell daraufsetzen und die Position der Befestigungspunkte mit einem dünnen Stift markieren. Anschließend die Markierungen mit einem spitzen Gegenstand körnen, damit der Bohrer nicht verläuft. Bei Massivholz oder Spanplatten mit harter Deckschicht immer vorbohren: Der Bohrer sollte etwa den halben Schraubendurchmesser haben. Ohne Vorbohren platzt das Material an der Unterseite aus, und die Schraube hält später kaum.
Unabhängig vom Material entscheidet die Ausführung über die Haltbarkeit. Ein Bad mit Gefälle zur Entwässerung, sauber abgedichteten Anschlüssen und passenden Fugen hält Jahrzehnte. Wer dagegen auf Abdichtung, Fugenqualität oder rutschhemmende Oberflächen verzichtet, spart an der falschen Stelle — und zahlt beim ersten Wasserschaden mehr, als der gesamte Belag gekostet hat.
Betonwerkstein und fugenlose mineralische Beläge sind dicht und leicht zu reinigen, verlangen aber einen erfahrenen Verarbeiter. Zu dünn aufgetragen oder falsch versiegelt, entstehen Haarrisse, in denen Wasser steht. Auch hier gilt: Die Versiegelung ist kein einmaliger Akt, sondern wird je nach Nutzung alle paar Jahre erneuert. Wer diese Wartung ignoriert, hat nach kurzer Zeit einen fleckigen, porösen Boden.
Beim Zuschnitt selbst zählt die Reihenfolge. Schneiden Sie zuerst die Länge, dann die Breite, damit Sie Fehler beim ersten Schnitt noch ausgleichen können. Kleben Sie die Schnittkante mit Kreppband ab, das reduziert Ausrisse. Führen Sie die Säge langsam und ohne Druck. Nach dem Schnitt die Kanten leicht brechen, nicht schleifen, sonst wird der Boden an der Auflage dünner. Bei lackierten oder beschichteten Platten die Schnittkante sofort versiegeln, sonst dringt Feuchtigkeit ein und der Boden quillt auf.
Entscheiden Sie danach, ob die alte Zarge bleibt oder mit raus muss. Eine intakte Stahl- oder Holzzarge lässt sich oft behalten, wenn das neue Blatt exakt in die lichte Öffnung passt und die Bänder zur Falzlage stimmen. Bleibt die Zarge, sparen Sie Stemmarbeiten, Putz und Streichen, zahlen aber Aufschlag für Sondermaße. Neue Zargen lohnen sich bei Rissen, Feuchtigkeitsschäden, schiefem Sitz oder wenn Sie von gefälzt auf stumpf einschlagend wechseln wollen. Prüfen Sie vor der Entscheidung, ob die Zarge im Mauerwerk verankert oder nur eingeschäumt ist.
Kalkulieren Sie die Montage ehrlich. Ein Zargenwechsel bedeutet Stemmen, Ausrichten, Verkeilen, Ausschäumen, Putz ausbessern, Streichen und neue Drücker oder Bänder. Rechnen Sie mit mindestens einem halben Tag pro Tür, bei alten Zargen im Massivmauerwerk auch länger. Typische Fehler: zu früh ausgeschäumt, sodass die Zarge sich verzieht, Bänder ohne Wasserwaage gesetzt, Bodenfuge vergessen und später nachgeschnitten. Wer die Zarge im Mauerwerk nur punktuell befestigt, bekommt Knackgeräusche und Risse im Putz.
Feinsteinzeugfliesen sind die sicherste Wahl. Sie saugen praktisch kein Wasser auf, sind säurefest und halten Reinigungsmitteln stand. Entscheidend sind die Fugen: Epoxidharzfugen statt Zementfugen verhindern, dass Wasser eindringt und Kalk sich festsetzt. Ein häufiger Fehler ist eine zu glatte Oberfläche direkt vor der Dusche — hier gehört eine rutschhemmende Ausführung hin, sonst wird der Boden zur Gefahr.
Ein Duschkopf lässt sich fast immer tauschen, ohne die Armatur oder die Mischbatterie anzurühren. Entscheidend ist allein das Gewinde am Auslauf: In Europa ist das Standardmaß 1/2 Zoll, seltener 3/8 Zoll. Bevor du irgendetwas abschraubst, prüfe, ob der Duschschlauch direkt in den Duschkopf geschraubt ist oder ob dazwischen ein Kugelgelenk sitzt. Genau dieser Übergang ist die Stelle, an der der neue Kopf später wieder dicht anschließen muss.
Der eigentliche Austausch in wenigen Handgriffen Schraube den alten Duschkopf gegen den Uhrzeigersinn ab. Sitzt er fest, hilft ein kurzer, dosierter Ruck statt langsamem Ziehen, weil sich Kalkverkrustungen sonst nur weiter in das Gewinde drücken. Ist der Kopf ab, reinige das freiliegende Gewinde mit einer alten Zahnbürste von Kalk und Dichtungsresten. Prüfe die Dichtung: Eine flache Gummidichtung im Anschluss des neuen Kopfes reicht meist aus, ein zusätzliches Hanf- oder Dichtband ist nur nötig, wenn das Gewinde beschädigt ist.
Drehe den neuen Duschkopf zunächst von Hand ein, bis du Widerstand spürst. Zieh ihn dann mit dem Schlüssel nur eine halbe bis ganze Umdrehung nach. Zu festes Anziehen ist der häufigste Fehler: Dabei wird die Gummidichtung gequetscht oder das Gewinde im Kunststoffgehäuse reißt. Ein leichtes Nachziehen später ist einfacher als das Reparieren eines überdrehten Gewindes.
Öffne nun das Wasser langsam und beobachte die Verbindungsstelle einige Sekunden. Tropft es, zieh die Verbindung minimal nach. Tropft es weiter, schraube den Kopf ab und setz eine neue Dichtung ein, statt immer fester anzuziehen. Prüfe außerdem, ob der neue Kopf in der Halterung sicher sitzt und ob der Strahl gleichmäßig austritt. Ein schief sitzender Kopf lässt sich meist durch leichtes Nachdrehen korrigieren, ohne dass die gesamte Armatur bewegt werden muss.
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