6 klare Schritte zum trockenen Vorratskeller ohne Chaos

Ungedämmte Fensterleibungen sind oft die unsichtbare Schwachstelle in der Gebäudehülle. Selbst wenn das Fenster selbst modern und dicht ist, entweicht über die seitlichen und oberen Laibungen unnötig Wärme. Der Grund: Der Rohbau aus Ziegel oder Beton leitet die Wärme nach außen, und an den Übergängen zum Fensterrahmen entstehen Kältebrücken. Bevor Sie jedoch aufwendig die gesamte Wandsanierung planen, lohnt es sich, die Laibungen gezielt zu behandeln. Der Aufwand ist überschaubar, das Material kostet wenig, und der Effekt ist unmittelbar spürbar – sowohl im Raumklima als auch an der Heizkostenabrechnung.

# 17: Nachhaltig renovieren. So geht’s - Teil 1 | Hurra-wir-bauen PodcastAchten Sie beim Bohren in weichen Baustoffen auf niedrige Schlagzahl oder schalten Sie das Schlagwerk aus. Ein Bohrer mit Hartmetallspitze verhindert, dass das Material ausbricht. Bohren Sie immer ohne Druck, sonst entstehen zu große Löcher, in denen der Dübel keinen Halt findet. Wenn Sie in eine Wand mit Hohlräumen bohren, sollten Sie prüfen, ob dahinter eine Dämmung liegt. In diesem Fall hilft nur ein Dübel, der sich im Vollmaterial verankert, beispielsweise ein Hohlraum-Metalldübel, der sich hinter der Beplankung aufspannt.

Die richtige Reihenfolge: Entfeuchten, Regale planen, dann sortieren Ist die Feuchtigkeit im Griff, widmen Sie sich der Raumaufteilung. Messen Sie alle Wände, Türen und Fenster aus und berücksichtigen Sie auch Heizungsrohre oder Stromanschlüsse. Zeichnen Sie einen Grundriss und markieren Sie, wo Sie Regale aufstellen möchten. Achten Sie darauf, dass zwischen Regalrückwand und Wand ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern bleibt. Das verbessert die Luftzirkulation und verhindert, dass Feuchtigkeit an der Wand direkt auf die Vorräte übergeht. Verwenden Sie ausschließlich Regale aus Metall oder beschichtetem Holz, denn unbehandeltes Holz saugt Feuchtigkeit auf und wird schnell zum Schimmelnährboden.

Bevor Sie mit dem Verschließen eines Lochs in der Wand beginnen, prüfen Sie zuerst die Beschaffenheit der Wand. Handelt es sich um eine Trockenbauwand aus Gipskarton, um eine verputzte Wand oder um Beton? Je nach Untergrund benötigen Sie unterschiedliche Materialien. Bei Gipskarton reicht ein einfacher Gips oder eine Spachtelmasse. Bei Beton oder stark saugenden Flächen sollten Sie einen Haftgrund auftragen. Nur wenn der Untergrund richtig vorbereitet ist, hält die Reparatur dauerhaft und lässt sich später sauber überstreichen.

Typische Fehler, die Sie vermeiden sollten: zu grobe Schleifkörnung, die Kratzer hinterlässt, zu dicke Spachtelschichten, die rissig werden, und das Überstreichen ohne Grundierung. Auch das Verwenden von Spachtelmasse für Gipskarton auf Betonwänden führt zu Problemen. Testen Sie vor dem Streichen die Oberfläche auf Glätte: Fahren Sie mit der Hand darüber – Unebenheiten fühlen Sie sofort. Wenn alles glatt ist, können Sie sicher sein, dass die Wand nach dem Streichen makellos aussieht. Mit dieser Vorgehensweise verschließen Sie jedes Loch fachgerecht und streichen es so, dass die Reparatur unsichtbar bleibt.

Ein Vorhang nimmt vor allem mittlere und hohe Frequenzen auf. Er schluckt Stimmen, Klatschen und das Zischen von Lautsprechern. Paneele aus Holzwolle oder Schaumstoff wirken dagegen breitbandiger, allerdings nur, wenn sie richtig dimensioniert sind. Ein typischer Fehler ist, ein einzelnes 60×60-Zentimeter-Paneel an die Wohnzimmerwand zu hängen – das bringt messbar fast nichts. Die Fläche ist zu klein, um die Nachhallzeit zu senken.

Wer schon einmal einen Regalträger an einer Altbauwand montiert hat, kennt das Problem: Der Bohrer frisst sich durch Putz und Mauerwerk, die Dübel werden gesetzt – und beim Anziehen der Schraube gibt das Material plötzlich nach. Die Ursache ist fast immer eine falsche Einschätzung der Wandstruktur. Bevor Sie einen Dübel setzen, sollten Sie daher den Wandaufbau genau prüfen. Ein einfacher Klopftest mit dem Finger oder einem Schraubendrehergriff verrät, ob es sich um massiven Beton, Ziegel, Porenbeton oder eine leichte Trockenbauwand handelt. Jeder dieser Baustoffe verlangt nach einem eigenen Dübeltyp und einer eigenen Setzmethode.

Mit welcher Technik und welchem Material die Laibung wirklich dicht wird Zuerst müssen Sie die Laibungsfläche vorbereiten. Entfernen Sie losen Putz, Staub und alte Farbreste vollständig. Bei glatten, tragfähigen Untergründen genügt eine Grundierung mit Tiefenhaftgrund. Danach kommt die eigentliche Dämmung: Verwenden Sie entweder spezielle Dämmkeile aus Hartschaum, die Sie exakt auf das Maß der Laibung zuschneiden, oder besser dünne, aber hochwirksame Vakuum-Isolationspaneele. Diese sind zwar dünner, aber deutlich teurer – für den normalen Wohnungsbau reichen jedoch 2 bis 3 Zentimeter dicke Hartschaumplatten mit einer Wärmeleitfähigkeit von unter 0,035 W/(m·K). Schneiden Sie die Platten mit einem scharfen Messer oder einer Feinsäge, sodass sie möglichst ohne Spalt an den Fensterrahmen stoßen. Kleben Sie sie mit Montagekleber oder einem geeigneten Klebeschaum, der keinen Druck aufbaut.

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