6 Spreewald-Hotspots für Vogelbeobachter: Die beste Saison

Die zweite Regel betrifft die Ausrüstung. Während im Juli ein T-Shirt reicht, müssen Sie im Frühling mit Temperaturen um zehn Grad rechnen. Tragen Sie immer eine Trocken- oder Neoprenjacke, auch wenn die Sonne scheint. Ein Sturz ins kalte Wasser kann binnen Minuten zu Unterkühlung führen – das ist kein Spaß, sondern eine echte Gefahr. Dazu gehören Wechselkleidung in einem wasserdichten Beutel, eine Rettungsweste für jeden Insassen und ein Handy in einer wasserdichten Hülle. Vergessen Sie außerdem eine Paddelweste mit Signalpfeife: Im dichten Schilf kann man schnell die Orientierung verlieren.

Welche Orte im Spreewald sind zum Sammeln geeignet? Nicht jede Wiese ist gleich gut. Ideale Sammelplätze liegen abseits von Straßen und Feldern, tief in den Wäldern oder auf extensiv genutzten Wiesen. Achten Sie darauf, dass der Boden unbelastet ist. Alte Deichanlagen oder naturnahe Uferbereiche mit viel Brennnessel, Giersch oder Löwenzahn sind gute Ziele. Die Brennnessel ist übrigens ein hervorragender Beginn für Einsteiger: Sie ist unverwechselbar, reich an Mineralstoffen und wächst fast überall. Doch auch hier gibt es eine Regel: Ernten Sie nur die jungen Triebe, solange sie noch zart sind. Ältere Blätter enthalten mehr Kieselsäure und schmecken faserig.

Wenn im März der Spreewaldboden auftaut, beginnt die erste Gartenarbeit des Jahres. Viele Hobbygärtner setzen dann Schneeglöckchen, Krokusse oder Winterlinge in die feuchte Erde, erwarten aber oft monatelang vergebens eine üppige Blüte. Der Grund dafür ist selten mangelnde Pflege, sondern ein grundlegender Fehler bei der Standortwahl und Bodenvorbereitung, der sich erst Wochen später bemerkbar macht.

Die größte Gefahr für Frühblüher im Spreewald ist Staunässe. Der Boden hier ist lehmig und speichert Feuchtigkeit extrem lange. Wer die Zwiebeln einfach in den gefrorenen oder nassen Boden steckt, riskiert, dass sie verfaulen, bevor sie überhaupt austreiben. Die Lösung: Legen Sie eine Drainageschicht aus grobem Sand oder Kies ins Pflanzloch. Diese Schicht sollte mindestens fünf Zentimeter dick sein, damit das Wasser abfließen kann. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Pflanzstelle leicht zu erhöhen, etwa durch einen Hügel aus humusreicher Erde.

Typische Fehler sind lautes Reden, plötzliche Ruderschläge und das Wechseln der Sitzposition, während Vögel in Sichtweite sind. Vermeiden Sie außerdem, beim Landgang auf offene Wiesen zu laufen – dort brüten viele Bodenbrüter. Bleiben Sie auf Wegen und Stegen. Ein Spektiv ist nur auf offenen Flächen sinnvoll, in Kanälen stört es mehr, als es nützt. Mit dem Fernglas und etwas Geduld kommen Sie überall weiter.

Bevor Sie sich auf den Weg machen, lohnt ein Blick in einen guten Pflanzenführer. Am besten lernen Sie die Arten zuerst bei einer geführten Kräuterwanderung kennen. Dort zeigen erfahrene Sammler, worauf man achten muss: die Blattstellung, der Geruch, die Behaarung. Der Bärlauch zum Beispiel riecht deutlich nach Knoblauch, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt. Das Maiglöckchen jedoch nicht. Ein einfacher Test, der vor einer gefährlichen Verwechslung schützt. Auch die Wuchsform ist wichtig: Bärlauch wächst aus einer einzelnen Zwiebel, während Maiglöckchen mehrere Blätter aus einem Wurzelstock treiben. Wer unsicher ist, lässt die Pflanze besser stehen.

Die besten Frühblüher für den Spreewaldboden und ihre Pflege bis April Nicht jede Zwiebelpflanze verträgt den schweren Boden gleich gut. Während Schneeglöckchen und Winterlinge mit ihrer robusten Natur auch in feuchten Lagen gedeihen, sind Krokusse und Narzissen anfälliger für Fäulnis. Eine gute Wahl sind zudem Blausternchen und Schachblumen, die natürlicherweise auf feuchten Wiesen wachsen. Setzen Sie die Zwiebeln im März nicht zu tief: Als Faustregel gilt, dass die Pflanzentiefe etwa doppelt so hoch sein sollte wie die Zwiebelgröße. Bei großen Narzissenzwiebeln bedeutet das maximal zehn Zentimeter.

Die Erntezeit spielt eine große Rolle. Viele Wildkräuter sind im Frühjahr am aromatischsten, wenn die Blätter noch jung sind. Der Giersch zum Beispiel schmeckt im Mai am besten, danach wird er bitter. Die Brennnessel kann man von März bis September ernten, aber nur die oberen Blätter. Kräuter, die bereits blühen, verlieren an Geschmack und werden oft holzig. Wer also im Hochsommer sammelt, sollte sich auf Blüten und Samen konzentrieren. Die Blüten des Holunders oder der Ringelblume lassen sich trocknen und für Tees verwenden. Achten Sie darauf, die Blüten vor der vollen Reife zu pflücken, dann ist das Aroma am intensivsten.

Schilfzonen im Norden und nasse Wiesen im Süden: So nutzen Sie die Top-Reviere Der Norden um Lübbenau bietet dichte Schilfgürtel. Dort leben Rohrdommeln, Drosselrohrsänger und verschiedene Entenarten. Fahren Sie mit einem Ruderboot in die schmalen Randkanäle, bleiben Sie möglichst geräuschlos und halten Sie Abstand zum Ufer. Ein häufiger Fehler ist, zu nah an das Schilf heranzufahren. Die Vögel fliehen dann, bevor Sie sie überhaupt gesehen haben. Im Süden zwischen Burg und Vetschau locken extensiv genutzte Feuchtwiesen Kiebitze, Bekassinen und im Herbst durchziehende Kraniche an.

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