Wenn die Fensterbank Platz verschenkt: Sitzbank mit Stauraum bauen

Bei der Montage selbst sollten Sie die Platte nicht direkt auf den Schränken verschrauben, sondern zuerst auflegen und ausrichten. Bohren Sie dann von oben durch die Platte in die Oberseiten der Schränke – oder besser: Sie montieren Winkel aus Metall, die die Platte halten, ohne sichtbare Schrauben. Verwenden Sie für die Befestigung ausschließlich rostfreie Schrauben und Unterlegscheiben. Achten Sie darauf, dass die Platte an den Stoßstellen zweier Platten exakt auf gleicher Höhe liegt – ein Höhenversatz von mehr als 1 mm wird später zur Stolperkante und zur Sammelstelle für Krümel.

Ein Fenstersitz mit integriertem Stauraum ist eine clevere Lösung für kleine Räume, denn er verbindet eine gemütliche Sitzgelegenheit mit praktischem Platz für Decken, Bücher oder Kinderspielzeug. Bevor Sie loslegen, sollten Sie jedoch genau planen, welche Funktionen der Sitz erfüllen soll: Wird er täglich genutzt, als Leseecke oder eher als Ablage? Die Antwort bestimmt die Tiefe, die Polsterung und die Art der Klappe. Messen Sie zunächst die Fensternische aus: Berücksichtigen Sie die Höhe der Fensterbank, die Raumhöhe und ob Heizkörper darunter liegen – diese müssen unbedingt frei bleiben, sonst drohen Schimmel und Energieverlust.

Für den Zusammenbau brauchen Sie: Holzbretter oder Zuschnitte, Holzleim, Schrauben, Winkel oder Zwingen, Scharniere, einen Akkuschrauber, eine Stich- oder Kreissäge, Schleifpapier und eventuell Holzöl oder Lack. Zuerst schneiden Sie die Seitenteile und die Rückwand zu. Die Rückwand muss nicht massiv sein, sie sorgt aber für Stabilität und verhindert, dass Gegenstände hinter die Bank fallen. Verschrauben Sie die Seitenteile mit der Rückwand und dem Boden – der Boden kann aus dünnerem Material bestehen, etwa 12 Millimeter Sperrholz. Danach setzen Sie die Frontblende ein und prüfen mit einer Wasserwaage, ob alles gerade steht. Wenn Sie den Deckel montieren, legen Sie zuerst Dichtung oder Filzgleiter auf die Oberkante der Seitenwände, damit der Deckel nicht knarzt.

Wenn Sie die Wahl haben – Vollholz, Spanplatte oder MDF? Die Korpusse sollten aus einem feuchtebeständigen Material bestehen, das nicht bei jeder Dampfwolke über dem Herd aufquillt. Wählen Sie MDF für Fronten, wenn Sie eine glatte, lackierte Oberfläche wünschen – sie ist formstabil und verträgt Reinigungsmittel. Spanplatten mit Melaminharzbeschichtung sind preiswert, aber empfindlich an den Kanten: Ein einziger Wasserspritzer über Jahre hinweg kann die Kante lösen. Vollholz wirkt edel, arbeitet aber bei Temperaturschwankungen und neigt zu Rissen in der Nähe des Backofens. Entscheiden Sie sich für Korpusse aus wasserfest verleimter Spanplatte oder Multiplex, wenn Sie eine lange Lebensdauer ohne optische Abstriche möchten. Fronten aus thermogeformtem MDF sind ideal für Hochglanz- oder Mattlack-Oberflächen, da sie sich nicht verziehen.

Der Zuschnitt entscheidet über die Lebensdauer der Platte Beim Sägen von Holz- oder Kunststoffplatten sollten Sie mit einer Kreissäge mit Führungsschiene arbeiten, um einen sauberen, geraden Schnitt zu erhalten. Bei Naturstein oder Keramik ist ein Nassschneider mit Diamantscheibe unerlässlich – eine normale Säge führt schnell zu Ausbrüchen an der Schnittkante. Achten Sie darauf, dass die Schnittkanten später nicht sichtbar sind: Sie werden entweder mit Kantenumleimern oder mit Profilleisten abgedeckt. Planen Sie den Zuschnitt so, dass die Platte an der Wand nicht bündig anliegt, sondern eine kleine Fuge bleibt – sie wird später mit Silikon abgedichtet.

Bevor Sie sich für eine Leuchte entscheiden, sollten Sie zunächst den tatsächlichen Lichtbedarf Ihres Wohnzimmers ermitteln. Dies gelingt am einfachsten mit der Berechnung der benötigten Lumen. Als Faustregel gilt: Für die allgemeine Grundbeleuchtung benötigen Sie etwa 100 bis 150 Lumen pro Quadratmeter. Messen Sie also die Fläche des Raumes und multiplizieren Sie diese mit dem Richtwert. Für einen 20 Quadratmeter großen Raum ergibt das eine benötigte Gesamtlichtmenge von 2.000 bis 3.000 Lumen. Diese Zahl ist jedoch nur ein Ausgangspunkt – denn die Lichtverteilung hängt stark von der Raumhöhe und der Farbe der Wände ab.

Für die Leseecke empfiehlt sich eine Stehlampe mit direktem Licht, das Sie auf das Buch oder die Zeitschrift richten. Achten Sie auf eine ausreichende Lichtmenge von mindestens 300 bis 500 Lumen für eine komfortable Lesesituation. Bei der Auswahl der Leuchte spielt die Platzierung eine entscheidende Rolle: Stellen Sie die Lampe so auf, dass das Licht von hinten über Ihre Schulter auf das Buch fällt – so vermeiden Sie störende Schatten. Für den Fernsehbereich hingegen ist eine indirekte Beleuchtung besser, um Reflexionen auf dem Bildschirm zu minimieren. Hier eignen sich Wandfluter oder ein LED-Strip hinter dem TV-Gerät, die hell genug sind, um den Kontrast zu reduzieren, aber nicht blenden.

Die Frontblende können Sie fest verschrauben, wenn Sie den Stauraum nur von oben befüllen. Möchten Sie aber auch von vorne zugreifen, bauen Sie sie als Klappe mit Gasdruckfedern oder als einfache Tür mit Scharnieren. Ein häufiger Fehler ist, dass die Frontblende bündig mit dem Rahmen abschließt und beim Öffnen an der Fensterbank hängen bleibt. Lösen Sie das, indem Sie die Scharniere so montieren, dass die Klappe leicht nach vorne schwingt. Zudem sollten Sie die Innenseiten schleifen und mit einer Grundierung versehen, bevor Sie die Bank zusammenbauen – nachher ist das mühsam und staubt zwischen den Büchern.

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