Bei Wanderungen durch den Spreewald sollten Sie auf festes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Hund achten. Die Wege sind oft sandig und führen über Holzstege, die bei Nässe rutschig werden. Halten Sie Ihren Hund an diesen Passagen kurz an der Leine, um Unfälle zu vermeiden. Vergessen Sie nicht, Kotbeutel mitzunehmen – auch wenn es banal klingt, die Entsorgung ist nicht überall selbstverständlich. Nutzen Sie die dafür vorgesehenen Behälter an den Parkplätzen oder nehmen Sie die Beutel bis zum nächsten Mülleimer mit.
Die zweite Route ist eine Kombination aus Rad und Kahnfahrt, aber nicht im klassischen Sinne. Statt das Rad auf einen Anhänger zu laden, empfehle ich, die Strecke von Burg zu wählen. Hier gibt es einen gut ausgebauten Radweg, der durch den sogenannten „Bürgerwald” führt. Wichtig: Halten Sie an den markierten Überfahrten an und warten Sie auf die Fähren. Viele unterschätzen, dass diese nur bis zum späten Nachmittag verkehren. Wer die letzte Fähre verpasst, muss einen großen Umweg in Kauf nehmen. Planen Sie daher die Rückfahrt so, dass Sie spätestens zwei Stunden vor Sonnenuntergang an der letzten Fähre ankommen.
Für die erste Kahnfahrt empfiehlt sich eine der klassischen Rundtouren, die je nach Länge zwischen zwei und fünf Stunden dauern. Plane dabei nicht nur die reine Paddelzeit ein, sondern auch Pausen für Beine, Proviant und Fotostopps. Ein verbreiteter Fehler ist, die Strecke zu optimistisch zu wählen: Strömung, Wind und die vielen Brücken, unter denen man das Kanu hindurchmanövrieren muss, verlangsamen das Vorankommen spürbar. Als Faustregel gilt: Kalkuliere etwa ein Drittel mehr Zeit ein, als du für die gleiche Strecke auf ruhigem Wasser benötigen würdest.
Vergessen Sie nicht, dass Hunde im Spreewald nicht nur an Land, sondern auch im Wasser in Kontakt mit anderen Tieren kommen können. Hüten Sie sich vor Wasservögeln, die ihre Jungen verteidigen, und vor Fischreihern, die am Ufer stehen. Halten Sie Abstand und beobachten Sie die Reaktionen Ihres Hundes. Wenn er sich aufregt, lenken Sie ihn ab und paddeln Sie zügig weiter. Belohnen Sie ruhiges Verhalten mit Leckerlis – aber achten Sie darauf, dass diese nicht ins Wasser fallen, denn das lockt Tiere an. Mit diesen Regeln und etwas Vorbereitung wird die Kanufahrt mit Hund zu einem entspannten Erlebnis, das Ihnen und Ihrem Vierbeiner noch lange in Erinnerung bleibt.
Wer den Spreewald vom Wasser aus erkunden möchte, steht schnell vor der Frage: Welche Route passt zu mir, und wie viel Zeit sollte ich einplanen? Die Antwort hängt weniger von der eigenen Paddelkraft ab als von der Wahl des Gewässers. Die großen Kanäle rund um Lübbenau sind gut ausgeschildert, aber auch entsprechend belebt. Wer Ruhe sucht, sollte sich für kleinere Nebenfließe entscheiden, die oft nur wenige Meter breit sind und von Bäumen überhängt werden. Diese Routen sind auf Karten meist mit einer gestrichelten Linie markiert und erfordern mehr Aufmerksamkeit, da sie enger und verwinkelter sind.
Zur richtigen Vorbereitung gehört auch die Auswahl der Ausrüstung. Ein klassisches Spreewaldkanu ist stabil und leicht zu steuern, aber nicht wendig. Wenn du mit einem Kajak unterwegs bist, achte darauf, dass du den Paddelschlag auf engem Raum beherrschst – das Rückwärtspaddeln ist wichtiger als das Vorwärtspaddeln, denn oft musst du unter Brücken oder durch Schilfpassagen manövrieren. Schwimmwesten sind für Kinder Pflicht, für Erwachsene dringend empfohlen, auch wenn viele Einheimische darauf verzichten.
Nachhaltigkeit bedeutet hier nicht nur, den Müll mitzunehmen, sondern auch Rücksicht auf die Tierwelt zu nehmen. Besonders im Frühjahr brüten Vögel am Boden. Bleiben Sie daher auf den Wegen und machen Sie keine Abkürzungen durch die Wiesen. Wenn Sie eine Pause machen, dann nur an ausgewiesenen Stellen. Und ein letzter Tipp: Kaufen Sie Ihre Verpflegung in den kleinen Dorfläden, nicht in den großen Supermärkten am Anfang der Tour. So unterstützen Sie die Region und vermeiden Verpackungsmüll, den Sie sonst mit zurücknehmen müssten.
Wer den Spreewald mit dem Fahrrad erkunden möchte, steht oft vor der Wahl: der ausgetretene Hauptweg mit vielen Cafés oder die ruhige Nebenroute durch die Felder. Beide haben ihren Reiz, doch wer nachhaltig unterwegs sein will, sollte bewusst planen. Die folgenden drei Tagesrouten zeigen, wie Sie die Region genießen können, ohne die empfindliche Flusslandschaft zu belasten.
Für Kanutouren gilt: Nicht jeder Vermieter erlaubt Hunde im Boot. Informieren Sie sich vor der Buchung, ob Ihr Hund schwimmwestentauglich ist und ob es eine spezielle Einstiegshilfe gibt. Üben Sie das Ein- und Aussteigen zu Hause – im Zweifel wird das Boot sonst zum Stressfaktor. Wenn Sie ein eigenes Kanu mitbringen, prüfen Sie, ob das Gewässer für den Hund zugänglich ist, denn manche Ufer sind mit Steinen befestigt und bieten keinen sicheren Halt.
Wenn Sie mit dem Hund paddeln, denken Sie auch an die richtige Sitzposition. Der Hund sollte nicht am Bug (vorne) sitzen, da er dort das Gleichgewicht stört und die Sicht nach vorne versperrt. Besser ist es, ihn in der Mitte des Bootes zu platzieren, auf einer rutschfesten Matte. Gewöhnen Sie den Hund schon an Land an die Matte und an das Gefühl, im Boot zu liegen. Wenn der Hund unruhig ist oder versucht, aufzustehen, brechen Sie die Tour ab und üben Sie erst einmal in einem ruhigen Seitenkanal. Ein ruhiger Hund ist entscheidend für die Sicherheit aller – auch für andere Paddler.
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