Warum die Fugenmasse die häufigste Fehlerquelle ist Die meisten Montageprobleme entstehen bei der Auswahl der Silikonfuge. Verwenden Sie für Glas ausschließlich neutral vernetzendes Silikon ohne Essiggeruch. Das handelsübliche Sanitärsilikon greift die Glasoberfläche an und hinterlässt nach dem Aushärten einen öligen Schimmer, der sich nicht mehr entfernen lässt. Tragen Sie die Fuge erst auf, wenn der Kleber vollständig ausgehärtet ist – das dauert je nach Produkt mehrere Stunden. Kleben Sie die Kanten vorher mit Malerkrepp ab, damit die Silikonnaht gerade wird.
Warum die neue Dichtung trotzdem nicht dichtet Der häufigste Fehler ist, dass die neue Dichtung einfach über die alte Kante gestülpt wird, ohne den Untergrund zu entfetten. Glasflächen, an denen Silikonreste haften, werden nie richtig dicht. Man sollte daher die Nut der Glasscheibe gründlich mit einem Kunststoffschaber von alten Dichtungsfetzen befreien. Danach hilft ein Glasreiniger mit fettlösender Wirkung. Wer hier spart, riskiert, dass die neue Dichtung nach wenigen Wochen wieder absteht – das sehen Sie daran, dass sich das Profil an den Ecken wellt.
Wenn alles sauber abgezogen ist, sollten Sie die Fuge mindestens 24 Stunden unberührt lassen. Besonders in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Bädern oder Küchen verlängert sich die Trocknungszeit. Vermeiden Sie währenddessen Zugluft oder direkte Sonneneinstrahlung, denn das führt zu Rissen in der Oberfläche. Und sollten sich dennoch kleine Unebenheiten zeigen, widerstehen Sie der Versuchung, sofort nachzubessern. Das Ergebnis wird oft schlechter als vorher. Lassen Sie die Fuge vollständig aushärten und schleifen Sie sie gegebenenfalls vorsichtig mit feinem Schleifpapier – das geht bei Silikon allerdings nur, wenn es sehr hart geworden ist.
Bevor Sie überhaupt an das Abkleben denken, muss die Fuge vollständig trocken und frei von Staub, Fett und alten Resten sein. Ein Teppichmesser mit abknickbarer Klinge eignet sich gut, um alte Silikonschichten zu entfernen. Danach hilft ein Fugenkratzer, um auch letzte Rückstände aus den Kanten zu lösen. Wichtig ist, nicht nur die oberflächliche Schicht zu entfernen, sondern bis auf den Untergrund zu gehen. Anschließend die Fläche mit einem trockenen Tuch auswischen und mindestens eine Stunde lüften. Feuchtigkeit ist der häufigste Grund dafür, dass neues Silikon nicht haftet und später schimmelt.
Nach der Behebung der Ursache muss die Wand langsam austrocknen. Beschleunigen Sie den Prozess nicht mit übermäßiger Wärme, da dies Risse im Putz verursachen kann. Warten Sie ab, bis die Wand eine konstante Restfeuchte erreicht hat, bevor Sie neu verputzen und streichen. Kontrollieren Sie die Stelle anschließend in regelmäßigen Abständen, am besten nach jeder Jahreszeit. Nur so stellen Sie sicher, dass die Maßnahme dauerhaft wirksam war und die Ecke langfristig trocken bleibt.
Ein weiterer typischer Fehler ist das sofortige Entfernen der Schutzfolie auf der Vorderseite. Die Folie schützt das Glas während der Montage vor Kratzern – lassen Sie sie so lange darauf, bis die Fuge vollständig ausgehärtet ist. Wird die Folie zu früh abgezogen, entstehen durch Staub und herumfliegende Putzpartikel unsichtbare Mikrokratzer, die später im Licht störend wirken. Nach dem Aushärten der Fuge schneiden Sie die Folie an den Kanten mit einem scharfen Messer an und ziehen sie gleichmäßig ab – ziehen Sie nicht ruckartig, sondern mit gleichmäßigem Zug in einem Winkel von circa 45 Grad zur Oberfläche.
Das Abkleben mit Malerkrepp ist der Schlüssel zu geraden Kanten. Kleben Sie das Band nicht direkt an die Fugenkante, sondern mit einem Abstand von etwa zwei Millimetern. So entsteht eine kleine Mulde, in die das Silikon hineingedrückt werden kann. Das verhindert, dass die Fuge später übersteht und Schmutz anzieht. Drücken Sie das Klebeband gut an, insbesondere an den Ecken. Ein häufiger Fehler ist, das Band zu früh zu entfernen. Erst wenn das Silikon eine Haut gebildet hat, aber noch nicht vollständig ausgehärtet ist, wird es abgezogen. Das ist meist nach 10 bis 15 Minuten der Fall, je nach Luftfeuchtigkeit. Ziehen Sie das Band schräg nach außen ab, niemals nach oben.
Wenn die Duschabtrennung knarzt oder Wasser auf den Boden läuft, liegt es fast immer an der Dichtung. Doch bevor man neue Profile kauft, sollte man den alten Zustand genau prüfen. Oft ist die Dichtung nur verschmutzt oder durch Seifenreste hart geworden – dann muss man sie nicht ersetzen, sondern nur reinigen. Ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel reichen aus, um zu testen, ob das Profil wieder geschmeidig wird. Erst wenn Risse, Brüche oder Verfärbungen sichtbar sind, lohnt der Austausch.
Ist die Scheibe selbst locker, hilft keine Dichtung allein. Prüfen Sie zuerst die Verschraubungen an den Halteprofilen. Oft lassen sich diese mit einem Inbusschlüssel nachziehen. Drehen Sie die Schrauben aber nur handfest – zu viel Kraft zieht das Glas schief und erzeugt Spannung, die zu Rissen führen kann. Kontrollieren Sie auch, ob die Halteprofile gerade sitzen. Eine Wasserwaage zeigt schnell, ob die gesamte Duschwand in der Waagerechten ist. Bei älteren Gläsern kann es helfen, die untere Kante mit einer dünnen Schicht transparentem Sanitärsilikon zu fixieren – aber nur, wenn die Wand bereits montiert ist und nicht mehr verschoben werden muss.
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