5 Dinge, die bei Axolotl-Larven schiefgehen

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Axolotl bräuchten wie Fische eine Heizung. Das Gegenteil ist der Fall: Heizstäbe sind ungeeignet und treiben die Tiere in den Hitzestress. Ebenso falsch ist es, die Temperatur durch häufige Wasserwechsel abrupt zu senken. Plötzliche Schwankungen um mehr als zwei Grad pro Stunde belasten den Kreislauf. Besser ist eine langsame, gleichmäßige Kühlung über mehrere Stunden.

Der Auslöser für die Fortpflanzung ist eine kühle Phase. Über mehrere Wochen wird das Wasser auf etwa 12 bis 16 Grad Celsius abgesenkt. Danach folgt eine langsame Erwärmung auf 18 bis 20 Grad. Dieser Temperatursprung simuliert den Jahreszeitenwechsel und bringt die Tiere in Paarungsstimmung. Männchen setzen dann Spermatophoren ab, kleine Gallertkegel mit Samenpaketen, die das Weibchen mit der Kloake aufnimmt.

Nach dem Schlupf ernähren sich die Larven zunächst von ihrem Dotter. Erst wenn dieser aufgebraucht ist, füttert man mit frisch geschlüpften Artemia-Nauplien oder kleinen Wasserflöhen, mehrmals täglich in kleinen Portionen. Die Larven wachsen unterschiedlich schnell, deshalb müssen größere Tiere früh von kleineren getrennt werden, sonst fressen sie ihre Geschwister. Wasserwechsel mit temperiertem, entchlortem Wasser sind in dieser Phase häufiger nötig als bei adulten Tieren.

Wer bis hierhin durchhält, braucht vor allem eines: Platz und Abnehmer. Mit etwa drei bis vier Monaten zeigen sich die äußeren Kiemen deutlich, mit sechs bis acht Monaten ist die Geschlechtsreife in Sicht. Spätestens dann müssen die Jungtiere nach Geschlechtern getrennt werden, sonst beginnt der Kreislauf von vorn — unkontrolliert und meist ungewollt. Wer nicht sicherstellen kann, dass jedes Tier ein passendes Zuhause findet, sollte die Zucht gar nicht erst beginnen.

So hält man die Temperatur stabil Die zuverlässigste Methode ist ein Durchlaufkühler, der das Wasser kontinuierlich auf den gewünschten Wert senkt. Alternativ lassen sich Ventilatoren über der Wasseroberfläche einsetzen, die durch Verdunstung zwei bis vier Grad bringen. Ein offenes Becken ohne Abdeckung unterstützt diesen Effekt. Bei akuter Hitze helfen gefrorene Wasserflaschen oder Kühlakkus, die schwimmend ins Becken gehängt werden. Wichtig ist, die Temperatur täglich mit einem geeigneten Thermometer zu prüfen, am besten morgens und abends.

Beim Wasserwechsel gilt: täglich etwa die Hälfte des Volumens austauschen, mit Wasser gleicher Temperatur. Es muss nicht entchlort werden, wenn es nur einige Stunden abgestanden hat – aber Vorsicht bei stark gechlortem Leitungswasser. Ein Sprudelstein ist kontraproduktiv, weil er die Larven durch die Strömung stresst. Eine leichte Oberflächenbewegung reicht völlig.

Axolotl vermehren sich in Gefangenschaft nur, wenn die Haltungsbedingungen stimmen. Entscheidend sind ein klarer Temperaturreiz, ausreichend conditionierte Tiere und ein Verhältnis von mindestens einem Männchen zu zwei Weibchen. Wer diese drei Punkte vernachlässigt, wartet oft monatelang auf Nachwuchs.

Die Eier brauchen kühles, sauerstoffreiches Wasser, eine leichte Strömung und absolutes Sauberkeitsgebot. Tote oder verpilzte Eier erkennt man an einer weißen, watteartigen Umhüllung; sie müssen sofort entfernt werden, sonst stecken sie gesunde Eier an. Typische Fehler sind zu warmes Wasser über 20 Grad, starke Filterströmung, die Larven gegen die Scheiben drückt, und Fütterung erst nach dem vollständigen Verbrauch des Dottervorrats.

Ein weiterer typischer Fehler ist die Vergesellschaftung mit Fischen oder anderen Aquarientieren. Larven sind Beute und werden angeknabbert, selbst von scheinbar friedlichen Arten. Auch größere Geschwister können Kannibalismus zeigen, wenn zu wenig Futter vorhanden ist. Getrennt aufziehen oder für ausreichend Verstecke und Futter sorgen. Nach etwa drei Monaten sind die Tiere so weit, dass sie in ein größeres Becken mit stabiler Filterung umziehen können – vorausgesetzt, die Kiemen sind lang und die Tiere fressen zuverlässig.

Ein häufiger Fehler ist die Fütterung mit Frostfutter oder Trockenfutter. Beides wird von Larven nicht verdaut und führt zu Verstopfungen. Ebenso problematisch: zu große Portionen auf einmal. Die Larven fressen gierig, spucken aber Überschüssiges wieder aus, was das Wasser zusätzlich belastet.

Nach dem Einrichten läuft das Becken vier bis sechs Wochen ein, bis der Filterbakterienfilm steht. Erst dann setzt du die Tiere ein. Kontrolliere danach täglich Temperatur und alle zwei Tage Nitrit. Häufige Fehler sind zu warmes Wasser, Kies als Boden, starke Strömung und der Besatz mit Fischen, die an Kiemen zupfen. Halte Axolotl einzeln oder in Gruppen mit gleicher Größe, sonst kommt es zu Bissen.

Bei der Fütterung gilt: Copper Axolotl sind Fleischfresser. Geeignet sind Regenwürmer, kleine Schnecken, Insektenlarven oder spezielles Axolotl-Futter. Trockenfutter wird oft nicht akzeptiert. Ein verbreiteter Fehler ist Überfütterung. Jungtiere brauchen täglich Futter, adulte Tiere zwei bis drei Mahlzeiten pro Woche. Reste sofort entfernen, sonst kippt die Wasserqualität. Ein weiterer Punkt: Copper Axolotl häuten sich regelmäßig. Häutungsreste im Becken sehen wie dünne Hautfetzen aus und sind normal, solange das Tier frisst und aktiv bleibt.

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