Was tun, wenn die Badewanne im Altbau zu viel Platz wegnimmt?

Eine Bank mit Klappdeckel oder Schublade ist die einfachste Lösung, weil sie Sitzfläche und Schuhfach verbindet. Wichtig ist die Öffnungsrichtung: Ein nach oben klappender Deckel braucht Luft über der Bank, eine Schublade braucht freie Fläche davor. Bei schmalen Fluren ist eine Bank mit seitlich herausziehbarer Schublade oft praktischer, weil sie den Weg nicht versperrt. Achten Sie auf eine Sitzhöhe zwischen 42 und 46 Zentimetern, sonst sitzt man unbequem und steht schwer auf. Die Belastbarkeit sollte mindestens 100 Kilogramm betragen, auch wenn nur eine Person darauf sitzt – Türen und Wände werden beim Aufstehen häufig als Stütze genutzt.

Ein häufiger Fehler ist die unterschätzte Abdichtung. Gerade in Altbauten mit unebenen Wänden reicht eine einfache Silikonfuge nicht. Unter Fliesen muss eine Verbundabdichtung aufgebracht werden, sonst zieht Feuchtigkeit in Mauerwerk und Deckenbalken. Auch die Duschwanne muss vollflächig aufliegen, sonst knackt sie und reißt an den Ecken. Bei gefliesten Duschen ist ein Gefälle von mindestens zwei Prozent zum Ablauf einzuhalten. Wird das ignoriert, bleibt Wasser stehen und der Belag wird rutschig.

Beim Streichen selbst gilt: dünn auftragen, nicht rollen, sondern mit einer Kurzflorwalze in langen, überlappenden Bahnen arbeiten. Zu viel Farbe führt zu Wolken und Schlieren, die im Glanz sichtbar bleiben. Zwischen den Schichten mindestens vier Stunden trocknen lassen, auch wenn die Dose etwas anderes verspricht. Perlmutttöne brauchen diese Zeit, damit sich die Pigmente gleichmäßig ausrichten können. Wer nach dem Trocknen Unregelmäßigkeiten sieht, überstreicht sie nicht sofort, sondern wartet das endgültige Durchtrocknen ab – manche Wolken verschwinden von selbst.

Unter dem Fenster lässt sich eine flache Bank einbauen, die als Sitzplatz und gleichzeitig als Stauraum dient. Die Höhe richtet sich nach der Fensterbrüstung, damit nichts hineinragt. Wer keine Bank bauen will, kann niedrige Rollcontainer nutzen, die tagsüber unter dem Fenster verschwinden. Wichtig: Die Griffe sollten nicht über die Fensterbank hinausragen. Ein weiterer Fehler ist das Zumauern des Fensters mit hohen Pflanzen. Ein bis zwei niedrige Gewächse genügen, um Leben in den Raum zu bringen, ohne das Licht zu nehmen.

Welche Duschlösung passt in ein schmales Altbau-Bad? Zunächst muss der Abfluss geklärt werden. Ein Fallrohr in der Wand oder im Boden gibt vor, wo die Dusche stehen kann. Liegt der Abfluss ungünstig, sind längere Wege mit geringem Gefälle machbar, aber nur mit ausreichendem Querschnitt. Eine Alternative ist eine Duschrinne, die direkt an der Wand oder in der Ecke sitzt. Sie spart Platz und lässt sich besser an bestehende Abflüsse anschließen als eine zentrale Bodenablaufsituation. Wichtig: Vor dem Kauf die lichte Höhe zwischen Estrichoberkante und Decke messen. Bei weniger als zwei Metern wird eine erhöhte Wanne schnell zum Problem.

Falsche Bettwäsche und falsche Kleidung. Synthetische Bezüge stauen Hitze und Feuchtigkeit, der Körper schwitzt und wacht auf. Baumwolle oder Leinen leiten besser. Gleiches gilt für die Kleidung: Wer in dicker Baumwolle schläft, überhitzt. Und ein letzter Punkt, der oft vergessen wird: das Lüften. Wer abends nicht stößt, atmet die ganze Nacht verbrauchte Luft. Zehn Minuten Querlüften vor dem Zubettgehen reichen, im Sommer bei gekipptem Fenster mit Vorhang davor.

In vielen Altbauwohnungen dominiert die Badewanne den gesamten Sanitärbereich. Wer sie entfernt und stattdessen eine Dusche einbaut, gewinnt oft entscheidende Zentimeter. Das Problem: Der Raum ist meist schmal, die Decke hoch, die Leitungen alt. Eine bodengleiche Dusche lässt sich nicht überall realisieren, weil der Estrich für den Ablauf nicht tief genug ausgehoben werden kann. In solchen Fällen bleibt nur eine flache Duschwanne mit geringer Aufbauhöhe oder eine geflieste Dusche mit erhöhtem Podest.

Wer zur Miete wohnt, kennt das Problem: Jede Bohrung muss vor dem Auszug rückstandslos verschwinden, und die Küche ist ohnehin schon zu klein. Statt Löcher in Fliesen oder Schränke zu setzen, lassen sich vorhandene Flächen und Nischen mit Systemen nutzen, die sich spurlos entfernen lassen. Entscheidend ist, dass die gewählte Lösung das Gewicht der Gegenstände wirklich trägt – nicht jede klebende Halterung ist für Töpfe oder Vorräte geeignet.

Für sehr kleine Bäder eignen sich klappbare Duschwände oder Falttüren. Sie lassen sich nach dem Duschen an die Wand legen und geben den Raum für Waschbecken oder Toilette frei. Wer auf eine Duschwanne verzichtet, kann den Boden fließen lassen und eine Linienentwässerung setzen. Das erfordert jedoch einen Eingriff in die Bodenplatte. In Altbauten mit Holzbalkendecke ist das oft nicht möglich, weil die Statik und der Schallschutz leiden. Dann bleibt nur ein Podest aus Mauerwerk oder Fertigteilen, das den Ablauf aufnimmt.

Die Wahl der Armatur sollte ebenfalls zum Platz passen. Eine Wandarmatur spart Platz auf der Wanne und erleichtert die Reinigung. Für niedrige Räume gibt es Duschstangen mit verstellbarer Höhe, die sich an die Decke anpassen lassen. Wer eine Sitzgelegenheit braucht, kann eine klappbare Bank an der Wand montieren. Sie stört nicht beim Duschen und ist bei Bedarf schnell ausgeklappt. Vor der Montage prüfen, ob die Wand das Gewicht trägt – in Altbauten ist nicht jede Wand massiv.

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