Wenn die Dusche in die Badewanne soll: Ideen für enge Altbäder

Bei der Aufteilung hilft es, den Raum in Zonen zu denken, die sich nicht gegenseitig stören. Ein Essbereich darf ruhig am Fenster liegen, der Arbeitsplatz braucht eine Wand im Rücken und möglichst keine Laufwege hinter dem Stuhl. Trennwände sind dabei kein Selbstzweck: Eine halbhohe Wand, ein offenes Regal oder ein Vorhang trennt optisch, ohne Licht zu nehmen. Vorsicht bei massiven, deckenhohen Stellwänden in kleinen Räumen — sie schlucken Tageslicht und lassen beide Seiten dunkler und enger wirken. Besser ist eine Trennung, die den Blick auf den Boden durchlässt: Regale auf Füßen, dünne Rahmen, helle Stoffe.

Ein häufiger Fehler ist das Abdecken der Lüftungsschlitze. Viele Bettkästen haben kleine Öffnungen im Boden oder an der Rückwand, die absichtlich vorhanden sind. Wer sie mit Filz, Teppichresten oder dichten Matten verschließt, unterbindet den einzigen Luftaustausch. Ebenso problematisch ist das Auskleiden mit Folie oder Kunststoffmatten, weil sich darunter Kondenswasser bildet. Wer den Kasten auskleiden möchte, sollte zu Baumwolle, Leinen oder einem atmungsaktiven Vlies greifen. Ein Feuchtigkeitsabsorber mit Granulat kann unterstützen, ersetzt aber das Lüften nicht und muss regelmäßig kontrolliert werden.

Pflanzen und Trockenblumen gehören zum Stil, doch sie vertragen keinen Dauerstress. Echte Pflanzen brauchen im Flur oft mehr Licht, als der Raum bietet. Besser geeignet sind robuste Sorten wie Zamioculcas oder Bogenhanf, die mit wenig Tageslicht zurechtkommen. Getrocknete Gräser in einer hohen Vase wirken leicht, müssen aber regelmäßig entstaubt werden. Ein typischer Fehler ist die überdimensionierte Vase: Sie nimmt die gesamte Konsole ein und lässt keinen Platz für Schlüsselablage oder Post. Eine kleinere Vase mit wenigen Halmen reicht völlig aus.

Die einfachste Lösung ist der Umbau der vorhandenen Wanne zur Dusche. Dafür wird die Wanne entfernt und durch eine bodengleiche Duschfläche ersetzt. Entscheidend ist der Abfluss: In Altbauten liegt der Bodenablauf meist nicht mittig, sondern am Wannenende. Ein flacher Ablauf mit geringer Aufbauhöhe lässt sich oft an derselben Stelle anschließen. Wer den Abfluss verlegt, muss den Bodenaufbau öffnen, was in Mietwohnungen ohne Zustimmung nicht erlaubt ist. Typischer Fehler: Die neue Duschfläche wird zu hoch eingebaut, sodass eine Stufe entsteht, die zur Stolperfalle wird.

Farbe und Licht entscheiden darüber, ob die Aufteilung sichtbar wird. Helle, matte Flächen an Wänden und Decke reflektieren Licht und lassen Grenzen verschwinden. Dunkle Akzente gehören an eine einzige Stelle, nicht an alle vier Wände. Spiegel sind wirksam, aber nur, wenn sie einen hellen Bereich oder einen Ausblick zeigen — ein Spiegel gegenüber einer unaufgeräumten Ecke verdoppelt genau diese Ecke. Achten Sie außerdem auf den Bodenbelag: Ein durchgehender Belag ohne Schwellen und ohne Wechsel zwischen den Zonen lässt die Wohnung größer erscheinen als mehrere unterschiedliche Böden, die den Raum optisch zerschneiden.

Platzgewinn durch Duschrinnen und Klappsitze Eine Duschrinne entlang der Wand spart dort Platz, wo eine zentrale Bodenablauföffnung im Weg wäre. Sie lässt sich in die Wand oder in den Estrich integrieren und verhindert, dass Wasser im Raum stehen bleibt. Wer auf engem Raum duscht, sollte auf einen Klappsitz an der Wand setzen statt auf eine Bank, die den Boden blockiert. Auch eine Nische in der Wand für Duschutensilien ersetzt Regale, die den Bewegungsradius einschränken. Wichtig: Die Nische muss vor dem Fliesenlegen angelegt und abgedichtet werden.

Couchtisch: Abstand bestimmt Bequemlichkeit Zwischen Sitzfläche und Couchtisch liegt der wichtigste Abstand im Wohnzimmer. Er sollte 40 bis 45 cm betragen, gemessen von der Sofakante bis zur Tischkante. Ist der Abstand kleiner, wird das Aufstehen eng und die Beine stoßen an. Ist er größer als 50 cm, muss man sich zum Abstellen von Getränken oder Büchern nach vorn beugen. Bei einem niedrigen Tisch von 30 bis 40 cm Höhe passt ein Abstand von 40 cm gut zu einem Sofa mit 42 cm Sitzhöhe. Höhere Tische verlangen etwas mehr Abstand, weil die Knie beim Aufstehen mehr Raum brauchen.

In Altbauten ist das Badezimmer oft der kleinste Raum der Wohnung. Häufig steht dort noch eine freistehende Wanne, die viel Platz einnimmt und im Alltag kaum genutzt wird. Der Wunsch nach einer Dusche ist verständlich, doch die Sanitärinstallation lässt sich nicht ohne Weiteres verlegen. Bevor irgendetwas abgerissen wird, lohnt eine genaue Bestandsaufnahme: Wo verlaufen Abflussrohre, wie hoch ist die Decke, und welche Wand trägt?

Wie Höhen, Farben und Lücken zusammenwirk

Für die Umsetzung im Grundriss empfiehlt es sich, die Möbel zunächst als Papiervorlagen im Maßstab 1:50 auszuschneiden und auf dem Plan zu verschieben. So lassen sich Abstände schnell variieren, ohne den gesamten Plan neu zu zeichnen. Wer digital plant, sollte die Ebenen für Wände, Möbel und Bewegungsflächen trennen. Die Bewegungsflächen werden als halbtransparente Flächen über die Möbel gelegt. Kollidieren sie mit Wänden oder anderen Möbeln, stimmt der Abstand nicht. Auf diese Weise werden Wandabstand und Couchtischabstand sichtbar geprüft, bevor die Möbel bestellt werden.

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