4 Handgriffe, mit denen Bohrlöcher exakt sitzen

Die Aufhängung des Behangs selb

Die Länge der Aufhängung richtig wählen. Hängt der Behang zu hoch, verdeckt er die Leiste nicht und wirkt wie abgeschnitten. Hängt er zu tief, berührt er Möbel oder Heizkörper und verzieht sich. Die Unterkante sollte frei schwingen können, ohne irgendwo anzustoßen. Bei langen Fransen den Behang lieber etwas kürzer binden und die Enden sauber ausrichten, statt sie auf dem Boden schleifen zu lassen.

Während der Leim aushärtet, darf der Rahmen nicht bewegt werden. Die Zwingen bleiben je nach Leim mindestens 30 Minuten sitzen, besser eine Stunde. Wer zu früh löst, reißt die noch weiche Leimfuge wieder auf. Ausgetretene Leimreste werden erst nach dem Aushärten mit einem scharfen Schaber entfernt, nicht mit einem feuchten Tuch, weil Wasser in die offene Fuge läuft und den Leim verdünnt. Nach dem Trocknen lässt sich die reparierte Ecke schleifen und nachlackieren.

So setzt du die Dübel richtig Für einen senkrecht hängenden Behang markierst du zuerst die gewünschte Oberkante an der Wand. Ziehe mit einer Wasserwaage eine exakt waagerechte Linie. Auf dieser Linie setzt du zwei Bohrlöcher im Abstand der Aufhängung deines Behangs. Bei einer schrägen Wand liegt diese Linie nicht parallel zur Wandkante – das ist gewollt. Bohre mit einem Bohrer, der zum Untergrund passt, und achte darauf, dass du nicht in eine Fuge oder einen Hohlraum gerätst. Dübel eindrehen, Haken setzen, fertig.

Ein Bild gerade an der Wand zu haben, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer sauberen Übertragung der Bohrpunkte. Der häufigste Fehler entsteht nicht beim Bohren, sondern davor: Wer den Aufhänger nur grob schätzt, bohrt zweimal und hat am Ende schiefe Dübel oder ein Bild, das kippt. Deshalb lohnt es sich, die Position der Löcher zuerst auf ein Hilfsmittel zu übertragen und erst dann die Wand anzufassen.

Typische Fehler sind zu große Bohrlöcher, fehlende Abstände zu Kanten und das Ignorieren der Unterkonstruktion. Wer diese Punkte beachtet, kann auch schwere Bilder sicher an einer Rigipsdecke befestigen, ohne die Decke zu beschädigen.

Typische Fehler: nur einen Haken verwenden, weil der Behang leicht ist. Bei Schrägen reicht ein einzelner Punkt nicht, der Behang dreht sich und hängt schief. Ein zweiter Fehler ist die Befestigung in einer Wandfuge. Der Dübel hält dort schlecht und der Behang sackt mit der Zeit ab. Ein dritter Fehler: die Oberkante ohne Wasserwaage anzeichnen. Gerade bei Schrägen täuscht das Auge, und der Behang hängt sichtbar ungleich.

Beim Bohren selbst entscheidet die Wandbeschaffenheit über das Werkzeug. In Beton und Vollstein brauchst du einen Schlagbohrer und einen Bohrer mit Hartmetallspitze, in Gipskarton reichen ein normaler Bohrer und passende Dübel, die sich hinter der Platte spreizen. Bohre immer etwas tiefer als der Dübel lang ist, aber nicht durch die gesamte Wand. Typische Fehler sind zu hohe Drehzahl beim Start – der Bohrer wandert dann von der Markierung weg – und das Ausblasen des Lochs, das viele vergessen. Ohne das Entfernen des Bohrstaubs hält der Dübel schlechter.

Kontrolliere nach dem Aufhängen mit einer Wasserwaage oder einem Lot. Hängt der Behang nicht so, wie du es geplant hast, korrigiere die Hakenposition, bevor du weitere Löcher bohrst. Ein kleiner Versatz von wenigen Millimetern fällt bei Makramee deutlich auf, weil die Fransen die Linie betonen. Nimm dir Zeit für die Markierung, dann sitzt der Behang auch an einer schrägen Wand genau richtig.

Bevor du bohrst, brauchst du drei Werte: die Neigung der Wand, die Breite des Behangs und die gewünschte Oberkante. Miss die Schräge mit einer Wasserwaage und einem Winkelmesser oder lege eine Latte an und lies den Winkel ab. Notiere, wie viel Zentimeter die Wand auf einem Meter Höhenunterschied zur Seite wandert. Dieser Wert entscheidet, wie weit die beiden Aufhängepunkte seitlich versetzt werden müssen.

Zunächst wird die Höhe festgelegt. Die Bildmitte liegt in Wohnräumen meist auf etwa 150 Zentimetern über dem Boden, über Möbeln kann sie niedriger ausfallen. Miss vom Boden bis zur gewünschten Bildmitte und markiere diese Linie mit einem dünnen Bleistiftstrich auf der Wand. Dieser Strich ist nur eine Orientierung und wird später nicht gebohrt – er verhindert, dass das Bild nach dem Aufhängen zu hoch oder zu tief hängt.

Wenn der Behang stattdessen der Schräge folgen soll, markierst du die Oberkante parallel zur Wand. Auch hier hilft eine Latte als Führung. Der Unterschied liegt in der Optik: Parallel zur Schräge wirkt der Behang wie ein Teil der Architektur, senkrecht wirkt er wie ein eigenständiges Element. Entscheide dich vor dem Bohren, denn ein späteres Umsetzen hinterlässt Löcher.

Ein Makramee-Wandbehang an einer schrägen Wand sieht nur dann gut aus, wenn er bewusst ausgerichtet wird. Der häufigste Fehler: Man hängt ihn parallel zur Schräge auf. Das wirkt schnell wie ein Versehen, nicht wie Gestaltung. Besser ist es, den Behang senkrecht zur Decke oder senkrecht zum Fußboden auszurichten. Beides ist möglich, erfordert aber unterschiedliche Befestigungspunkte.

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