5 Schritte, damit Orchideen nach der Blüte erneut Knospen bilden

Die richtige Erde entscheidet über die Wurzelgesundheit. Verwenden Sie eine lockere Mischung aus Torf, Perlite und Rinde, die Wasser speichert, aber überschüssiges Wasser abführt. Verdichtete Blumenerde aus dem Baumarkt führt zu Wurzelfäule, weil sie zu lange nass bleibt. Umtopfen ist alle ein bis zwei Jahre nötig, am besten im Frühjahr. Dabei werden abgestorbene Wurzeln entfernt und der Ballen vorsichtig gelockert. Ein zu großer Topf ist ein typischer Anfängerfehler: Die Erde trocknet nicht gleichmäßig ab und die Wurzeln faulen im feuchten Kern.

Für die meisten Zimmerpflanzen genügt ein weiches, feuchtes Tuch. Lauwarmes Wasser reicht aus; Seife oder Spülmittel sollten nur bei hartnäckigem Schmutz und dann sehr sparsam verwendet werden, denn Rückstände können die Wachsschicht der Blätter angreifen. Bei Pflanzen mit großen, glatten Blättern wie Gummibaum oder Monstera zieht man das Tuch vorsichtig über die Blattoberseite und stützt die Blattunterseite mit der anderen Hand ab. So vermeidet man Knicke und Risse.

Gießen und Tauchen nach der Blüte Nach dem Schnitt braucht die Orchidee weniger Wasser, aber nicht weniger Aufmerksamkeit. Das Substrat aus Rinde speichert kaum Feuchtigkeit, deshalb ist Tauchen besser als Gießen von oben. Den Topf für zehn bis fünfzehn Minuten in lauwarmes Wasser stellen, abtropfen lassen und erst wieder wässern, wenn die Wurzeln silbrig-grau statt grün sind. Staunässe im Übertopf ist der häufigste Grund für Wurzelfäule. Ein weiterer Fehler: hartes, kalkhaltiges Wasser. Es hinterlässt Ablagerungen auf den Wurzeln und blockiert die Nährstoffaufnahme.

Der häufigste Fehler ist das Gießen nach Kalender statt nach Substrat. Calathea will gleichmäßige Feuchtigkeit, aber keine Staunässe. Stecken Sie den Finger zwei Zentimeter tief in die Erde. Fühlt sich der Bereich trocken an, gießen Sie mit zimmerwarmem, kalkarmem Wasser, bis es unten leicht austritt. Fühlt er sich noch feucht an, warten Sie zwei Tage. Kalkhaltiges Leitungswasser führt zu braunen Blattspitzen, weil die Pflanze überschüssige Salze an den Blatträndern ausscheidet. Regenwasser, gefiltertes Wasser oder abgestandenes Wasser sind die bessere Wahl. Gießen Sie nie in einen Untersetzer, der voll Wasser stehen bleibt – die Wurzeln ersticken sonst innerhalb von Tagen.

Auch Überdüngung ist eine typische Ursache. Mehr Dünger bedeutet nicht mehr Blattmasse. Zu hohe Konzentrationen ziehen Wasser aus den Wurzeln ab, und die Spitzen reagieren zuerst. Halte dich an die Dosierung auf der Packung, eher an die untere Grenze. Dünge nur während der Wachstumsphase und nie auf trockenes Substrat. Wer im Winter weiterdüngt, obwohl die Pflanze kaum Licht bekommt, produziert genau diese braunen Spitzen.

Düngen sollte man erst, wenn sich neues Wachstum zeigt – ein frisches Blatt oder eine neue Wurzelspitze. Vorher schadet zusätzlicher Dünger, weil die Pflanze in der Ruhephase keine Nährstoffe verarbeitet. Wer dennoch düngt, riskiert Salzablagerungen im Substrat. Ein spezieller Orchideendünger in halber Konzentration, alle zwei Wochen über das Gießwasser, reicht aus. Umtopfen ist nur nötig, wenn die Rinde zerfallen ist oder die Wurzeln den Topf sprengen.

Harmlos ist die Erscheinung, wenn sie vereinzelt nach dem Gießen, nach dem Umtopfen oder an warmen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit auftritt. Die Pflanze reguliert damit ihren Innendruck. Kritisch wird es, wenn die Tropfen dauerhaft, über Wochen, an vielen Blättern auftreten und zusätzlich Blätter gelb werden, braune Spitzen bekommen oder der Wurzelballen modrig riecht. Dann liegt meist eine Überwässerung vor: Das Substrat ist zu dicht, der Topf hat keine Drainage oder es wird zu häufig gegossen. Staunässe führt zu Sauerstoffmangel an den Wurzeln, die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen, und gleichzeitig steigt der Salzgehalt in der Restfeuchtigkeit.

Staub auf den Blättern ist mehr als ein optisches Problem. Die feine Schicht aus Hausstaub, Pollen und Fett legt sich auf die Blattoberfläche und blockiert die Spaltöffnungen, über die die Pflanze atmet und Wasser verdunstet. Besonders in Wohnräumen mit wenig Luftbewegung sammelt sich dieser Belag schnell an. Wer regelmäßig reinigt, fördert die Photosynthese und beugt Schädlingen vor, die sich gern in staubigen Blattachseln verstecken.

Ein häufiger Fehler ist das Gießen in kleinen Schlucken. Dabei wird nur die oberste Schicht befeuchtet, während die tieferen Wurzeln trocken bleiben. Besser ist es, seltener, aber durchdringend zu gießen, bis das Wasser unten aus dem Topf austritt. Nach zehn bis fünfzehn Minuten die Unterschale leeren, damit keine Staunässe entsteht. Im Garten gießt man morgens, damit die Blätter bis zum Abend abtrocknen und Pilzkrankheiten vermieden werden.

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, regelmäßiges Gießen sei gleichmäßiges Gießen. Tatsächlich entstehen braune Spitzen oft durch wechselnde Feuchtigkeit: mal zu trocken, dann wieder durchnässt. Die Pflanze kann den Transpirationsstrom nicht konstant halten, und die äußersten Zellen vertrocknen. Prüfe deshalb nicht nach Kalender, sondern nach Gewicht des Topfes oder mit dem Finger in drei Zentimetern Tiefe. Gieße erst, wenn die oberste Schicht abgetrocknet ist, dann aber durchdringend, bis Wasser unten austritt. Staunässe im Untersetzer nach 15 Minuten entfernen.

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