Wer in einer Mietwohnung kocht, kennt das Problem: Die Deckenlampe wirft ihren Schatten genau auf die Arbeitsfläche, sobald man sich vorbeugt. Abhilfe schafft eine Unterbau-Beleuchtung, die direkt unter den Hängeschränken montiert wird. In der Mietküche ist der Einbau jedoch heikel, denn Bohrungen in geflieste Wände oder Küchenmöbel sind oft nicht erlaubt oder müssen beim Auszug rückstandslos entfernt werden. Mit LED-Profilen, einem externen Netzteil und durchdachter Befestigung lässt sich das Problem sauber lösen.
Wer seinen Kleiderschrank mit LED-Streifen nachrüsten möchte, greift oft zu günstigen Komplettsets. Doch genau hier liegt der erste Fehler: Viele dieser Sets arbeiten mit einer fest verdrahteten Netzteil-Lösung, die für den Dauerbetrieb in einem geschlossenen Schrank nicht ausgelegt ist. Die Folge: Überhitzung, Flackern oder ein vorzeitiger Ausfall. Bevor Sie also Klebeband und Schere zücken, sollten Sie sich für ein System entscheiden, das zu Ihrer Schranktiefe und Nutzungshäufigkeit passt.
Diese Lösung ist nicht nur praktisch, sondern auch mietrechtlich unbedenklich, denn sie hinterlässt keine Spuren. Sollte der Vermieter dennoch Bedenken haben, kann man die Beleuchtung jederzeit rückstandslos entfernen. Mit etwas Geschick und den richtigen Materialien ist das Projekt an einem Nachmittag umsetzbar – und man kocht künftig nie wieder im Schatten.
Zunächst sollte man die vorhandene Küche genau inspizieren: Gibt es bereits eine Steckdose unter den Oberschränken, etwa für Kaffeemaschine oder Wasserkocher? Falls ja, wird die Stromversorgung einfach. Falls nicht, zieht man ein flaches Verlängerungskabel entlang der Rückwand oder nutzt einen bestehenden Anschluss hinter dem Kühlschrank. Wichtig ist, dass alle Kabel später unsichtbar oder in Kabelschächten verschwinden. Wer keine baulichen Veränderungen vornehmen möchte, greift zu beklebbaren LED-Profilen aus Aluminium, die mit doppelseitigem Klebeband – etwa mit 3M-VHB – unter dem Schrankboden haften. Diese Profile haben den Vorteil, dass sie beim Auszug rückstandsfrei abziehbar sind, sofern die Oberfläche fettfrei und glatt ist.
Beim Anschluss der LED-Streifen selbst sollten Sie auf die richtige Löttechnik oder Steckverbinder achten. Viele Streifen haben vorgegebene Schnittstellen – schneiden Sie nur an den markierten Stellen, sonst unterbrechen Sie die Leiterbahnen. Wenn Sie mehrere Streifen verbinden, achten Sie darauf, dass die Verbindungsstellen nicht unter Zug stehen. Verlegen Sie die Streifen so, dass sie nicht um enge Radien gebogen werden müssen – das beschädigt die Kupferbahnen und führt zu dunklen Segmenten.
Falls kein Eckventil am WC vorhanden ist, muss ein Sanitärfachmann einen Anschluss schaffen. In Mietwohnungen ist das nur mit Erlaubnis des Vermieters erlaubt, da es sich um einen Eingriff in die Gebäudeinstallation handelt. Bei älteren Spülkästen mit festem Kupferrohr lohnt es sich, vor dem Kauf zu prüfen, ob ein Adapter für das vorhandene Gewinde erhältlich ist. Messen Sie den Durchmesser und vergleichen Sie ihn mit den technischen Angaben des Aufsatzes.
Die Montage in fünf Schritten – von der Planung bis zum Anschluss Zuerst wird die Länge der gewünschten Lichtleiste gemessen. Üblich sind Profile in einem Meter Länge, die man mit einer Metallsäge auf das passende Maß kürzt. Dabei entstehen scharfe Kanten, die man mit einer Feile entgratet. Danach klebt man die Profile entweder direkt unter die Schrankunterseite oder – falls diese eine Nut hat – schraubt kleine Winkel an, die in die Nut greifen. Schrauben sind in Mietküchen problematisch, also bevorzugt man die Klebelösung. Vor dem Aufkleben reinigt man die Fläche mit Isopropanol und lässt sie trocknen. Dann entfernt man die Schutzfolie des Klebebands und drückt das Profil gleichmäßig für mindestens 30 Sekunden an.
Bevor Sie die Leuchte über dem Esstisch montieren, sollten Sie sich über die richtige Höhe im Klaren sein. Die Unterkante der Pendelleuchte gehört etwa 70 bis 80 Zentimeter über die Tischplatte. Bei niedrigen Decken nehmen Sie den unteren Wert, bei hohen Räumen den oberen. Messen Sie dabei immer von der Tischkante aus – nicht vom Boden. Ein häufiger Fehler ist, die Leuchte zu hoch zu hängen, weil man glaubt, so den Raum größer wirken zu lassen. Das Ergebnis ist jedoch blendendes Licht, das niemandem beim Essen hilft.
Ein entscheidender Punkt ist die Wahl des Netzteils. Achten Sie darauf, dass die Spannung des Netzteils exakt zur LED-Streifen-Spannung passt – üblich sind 12 oder 24 Volt. Ein Netzteil mit zu hoher Spannung zerstört die LEDs sofort, eines mit zu niedriger Spannung lässt sie nur schwach leuchten. Prüfen Sie zudem die maximale Leistungsaufnahme Ihres Streifens pro Meter und multiplizieren Sie diese mit der Gesamtlänge. Das Netzteil sollte eine Reserve von etwa 20 Prozent bieten, damit es nicht permanent an seiner Belastungsgrenze arbeitet.
Die Stromversorgung ist häufig der heikelste Punkt. Dusch-WC-Aufsätze mit Warmwasser- und Trocknungsfunktion benötigen einen Stromanschluss in der Nähe der Toilette. In Nasszellen gilt besondere Vorsicht: Steckdosen müssen mindestens 60 Zentimeter entfernt von der Dusche oder Badewanne installiert sein und über einen Fehlerstromschutzschalter (FI) verfügen. Wenn keine Steckdose in der Nähe ist, hilft oft ein Kabelkanal mit speziell für Feuchträume zertifizierten Leitungen – aber nur, wenn Sie die Elektroarbeiten von einem Fachbetrieb ausführen lassen. Ein häufiges Problem ist, dass Mieter versuchen, die Steckdose selbst zu verlegen. Das ist nicht nur gefährlich, sondern führt bei Schäden zum Verlust des Versicherungsschutzes. Bei reinen Kaltwasser-Aufsätzen ohne Heizung entfällt der Stromanschluss komplett – diese Variante ist daher für Mietwohnungen besonders attraktiv.
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