Nach jeder Änderung hilft eine erneute Hörprobe mit vertrauter Musik und gesprochenem Wort. Sprache zeigt schneller als Musik, ob der Raum noch hallt: Klingen Konsonanten verwaschen oder ist jedes Wort klar? Wer schrittweise vorgeht, also erst die Aufstellung prüft, dann den Boden, dann die Wände und zuletzt die Decke, vermeidet teure Fehlkäufe. Akustische Raumgestaltung ist kein einmaliger Akt, sondern eine Abfolge kleiner Eingriffe, die man hörend überprüft. Das Ergebnis ist ein Wohnzimmer, das nicht nur besser klingt, sondern dabei auch noch gut aussieht.
Bevor Lehm verarbeitet wird, muss der Untergrund stimmen. Auf alten Kalk- oder Lehmputz hält ein neuer Lehmputz problemlos, sofern die Fläche staubfrei und fest ist. Auf Gipskarton oder Beton braucht es einen Haftgrund, sonst platzt die Schicht. Ein häufiger Fehler: zu dünn auftragen. Lehmputz wird in mindestens zwei Lagen aufgebracht, die erste etwa einen Zentimeter […]
