Im Herbst und Winter ist die Situation anders. Kalte Luft enthält wenig Wasserdampf und kann dem Keller Feuchtigkeit entziehen. Dann kann auch tagsüber gelüftet werden, solange die Wände nicht auskühlen. Ein typischer Fehler ist es, die Fenster im Dauerkippmodus offen zu lassen. Dabei kühlen die Wände stark aus, während kaum Luftaustausch stattfindet. Die Folge: Die Feuchtigkeit kondensiert an den kühlen Flächen und die Schimmelbildung wird begünstigt. Stattdessen sollten Sie stoßlüften und danach die Fenster wieder schließen, damit sich die Raumtemperatur stabilisieren kann.
Im Sommer sollten die Kellerfenster tagsüber geschlossen bleiben. Warme Luft nimmt deutlich mehr Feuchtigkeit auf als kühle. Öffnet man im Juli das Fenster, strömt feuchtwarme Luft in den Raum und kondensiert an den kalten Wänden. Besser ist es, in den frühen Morgenstunden zu lüften, wenn die Außenluft noch kühl und trocken ist. Diese Zeitfenster nutzen, bevor die Sonne den Boden erwärmt hat. Auch in der Nacht kann gelüftet werden, sofern die Außentemperatur unter der Kellertemperatur liegt.
Wer die Mechanik wartet, verlängert die Lebensdauer erheblich. Alle sechs Monate sollten die Scharniere mit einem silikonfreien Schmiermittel behandelt werden, das für Möbel geeignet ist. Silikonhaltige Sprays ziehen Staub an und können die Dämpfungselemente verkleben. Die Gasdruckfedern selbst müssen nicht gewartet werden, aber man sollte prüfen, ob sie nach dem Ausklappen gleichmäßig ausfahren – wenn eine Seite schneller fährt, ist das ein Zeichen für Druckverlust. Dann hilft nur ein Austausch durch den Hersteller. Auch die Befestigungsschrauben sollte man nach einem Jahr nachziehen, denn Holz arbeitet und kann dazu führen, dass sich die Verbindung lockert. Mit diesen Routinen bleibt das Schrankbett auch nach Jahren ein zuverlässiges Möbelstück.
Ein Schrankbett ist eine pragmatische Lösung, wenn der Raum doppelt genutzt werden soll: Tagsüber Arbeitszimmer oder Kinderzimmer, nachts Schlafstätte. Doch bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man die Mechanik genau prüfen. Es gibt zwei Grundtypen: solche mit horizontaler Klappfunktion, bei denen das Bett an der Längsseite an der Wand befestigt ist, und solche mit vertikaler Drehachse, die meist als Hochbett mit darunterliegendem Schrank fungieren. Die horizontale Variante ist häufiger und einfacher zu montieren, benötigt aber mehr Platz vor dem Schrank, um die Liegefläche vollständig auszuklappen. Die vertikale Lösung spart Grundfläche, erhöht jedoch die Anforderungen an die Deckenhöhe und die Stabilität der Wand.
Planen Sie das Entlüften regelmäßig ein – vor jeder Heizperiode. Das spart Energie und verlängert die Lebensdauer der Umwälzpumpe. Wenn Sie die oben genannten Punkte beachten, bleibt Ihre Heizung leise und effizient. Ein letzter Tipp: Notieren Sie sich nach dem Entlüften den Druck, um spätere Veränderungen schnell zu erkennen.
Wenn die Heizung gluckert oder einzelne Räume nicht warm werden, ist oft Luft im System. Das Entlüften ist eine einfache Wartungsarbeit, die Sie selbst durchführen können – vorausgesetzt, Sie gehen richtig vor. Viele machen jedoch grundlegende Fehler, die zu Wasserschäden oder Druckverlust führen. Mit der folgenden Anleitung gelingt das Entlüften sicher und effizient.
Feuchte Keller sind kein unabänderliches Schicksal. Oft entsteht die Feuchtigkeit nicht durch bauliche Mängel, sondern durch falsches Lüftungsverhalten. Wer versteht, wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur zusammenspielen, kann mit einfachen Mitteln viel erreichen. Entscheidend ist, den Keller nicht mit warmer Außenluft zu versorgen, wenn diese mehr Wasserdampf enthält, als die kühlen Wände vertragen können.
Bevor Sie beginnen, benötigen Sie einen Entlüftungsschlüssel (Vierkant), einen Lappen oder ein kleines Gefäß sowie einen Schraubendreher, falls ein automatischer Entlüfter verbaut ist. Schalten Sie die Umwälzpumpe ab, sofern diese separat abschaltbar ist. Bei modernen Anlagen genügt es, die Raumthermostate voll zu öffnen. Warten Sie etwa eine Stunde, damit sich die Luft an den höchsten Punkten sammeln kann. Drehen Sie dann das Ventil langsam auf – ein Zischen zeigt an, dass Luft entweicht. Sobald Wasser austritt, schließen Sie das Ventil wieder.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beseitigung von Feuchtigkeitsquellen im Keller. Stellen Sie sicher, dass Wäsche nicht im Keller getrocknet wird, es sei denn, der Raum ist dafür technisch ausgerüstet. Auch offene Wasserbehälter, undichte Leitungen oder ein defekter Trockner können die Luftfeuchte erhöhen. Beheben Sie solche Ursachen konsequent. Gleichzeitig sollte der Keller nicht komplett abgedichtet werden. Eine Hinterlüftung der Wände ist wichtig. Stellen Sie Möbel und Kartons nicht direkt an die Außenwand, sondern mit einem Abstand von mindestens fünf Zentimetern, damit die Luft zirkulieren kann.
Suchen Sie nun das Entlüftungsventil an Ihrem Heizkörper. Es sitzt meist oben an der Seite. Drehen Sie den Entlüftungsschlüssel langsam gegen den Uhrzeigersinn. Halten Sie den Lappen unter das Ventil, um Spritzwasser aufzufangen. Sobald ein gleichmäßiger Wasserstrahl austritt, ist die Luft entwichen. Drehen Sie das Ventil wieder zu. Wiederholen Sie diesen Vorgang an allen Heizkörpern, beginnend im untersten Geschoss.
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