Zum Abschluss eine Empfehlung für Ihre Planung: Nutzen Sie die frühen Morgenstunden für die artenreichsten Beobachtungen, aber seien Sie auch am späten Nachmittag unterwegs, wenn die Drosseln und der Pirol in den Abendstunden erneut singen. Führen Sie ein Notizbuch, um Ihre Beobachtungen mit Datum und Ort festzuhalten — das hilft Ihnen, die Muster der Arten im Laufe der Jahreszeiten zu erkennen. Und scheuen Sie sich nicht, einmal denselben Weg doppelt zu fahren; denn im Spreewald wechseln die Arten oft innerhalb weniger Stunden. Wer geduldig bleibt und sich auf die leisen Töne einlässt, wird mit einer beeindruckenden Artenvielfalt belohnt.
Bevor Sie losfahren, prüfen Sie die aktuellen Regeln für Kahnfahrten im Spreewald. Auf vielen Fließen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung, und das Befahren bestimmter Naturschutzgebiete ist ganzjährig oder saisonal verboten. Informieren Sie sich vor Ort bei den Anlegestellen oder in der örtlichen Tourist-Information über die genauen Sperrungen. Eine Karte der Wasserwanderwege hilft, aber verlassen Sie sich nicht nur auf digitale Navigation – das Netz ist im Spreewald oft lückenhaft. Nehmen Sie eine physische Karte mit, auf der die erlaubten Routen markiert sind. Halten Sie sich strikt an die Markierungen und Schilder, denn Verstöße können mit Geldbußen geendet werden, ganz abgesehen von der Störung der Tierwelt.
Wenn du die Kräuter nicht nur haltbar machen, sondern ihr Aroma intensivieren möchtest, verarbeite sie zu Kräutersalz oder Pesto. Für Kräutersalz vermischst du getrocknete, fein gemahlene Kräuter mit grobem Meersalz im Verhältnis eins zu zwei und lässt die Mischung zwei Wochen an einem dunklen Ort durchziehen. Für Pesto zerkleinerst du frische Kräuter mit Knoblauch, Nüssen und Öl zu einer Paste und füllst sie in sterilisierte Gläser. Bedecke die Oberfläche vollständig mit Öl, damit kein Sauerstoff eindringt. So halten sich die Gläser im Kühlschrank mehrere Monate. Achte bei allen Ölzubereitungen auf absolute Sauberkeit, sonst droht Botulismus.
Bevor du mit der Konservierung beginnst, sortiere das Erntegut gründlich. Entferne welke Blätter, Insekten und grobe Stängel. Wasche die Kräuter nur, wenn es unbedingt nötig ist, denn jedes Waschen entzieht ätherische Öle. Wenn du sie wäschst, trockne sie anschließend sorgfältig mit einem Küchentuch oder in einer Salatschleuder. Restfeuchte ist der häufigste Grund für Schimmelbildung beim Trocknen und Einfrieren. Arbeite also mit vollständig trockenen Blättern, dann hast du später keine bösen Überraschungen.
Mit etwas Übung entwickeln Sie schnell ein Gespür dafür, welche Pflanze zu welchem Gericht passt. Wer sich konsequent an den Saisonkalender hält und auf die richtige Erntezeit achtet, wird mit einem intensiven Geschmack belohnt, der weit über das hinausgeht, was gekaufte Gewürzmischungen bieten. Der Spreewald hält von März bis Oktober ein reiches Angebot bereit – von der jungen Brunnenkresse im Frühjahr bis zur Hagebutte im Herbst. Nutzen Sie diese Vielfalt, aber respektieren Sie die Natur, indem Sie nachhaltig sammeln und nur so viel nehmen, wie Sie wirklich verwenden können.
Beginnt den Tag früh, wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Bäume brechen. Die meisten Ausflügler strömen erst ab dem späten Vormittag zu den Anlegestellen. Ihr nutzt diese Zeit für eine erste Kanutour. Entscheidet euch für eine kurze, überschaubare Route, die nicht länger als zwei Stunden dauert. Kinder werden schnell unruhig, wenn sie nur im Boot sitzen. Pflanzt ihnen eine Aufgabe ein: Wer entdeckt zuerst einen Reiher oder einen Biber? Lasst sie ein Blatt als „Schatz” ins Boot holen und es später ins Naturtagebuch kleben. Achtet dabei auf die Strömung, nach Regenfällen kann sie tückisch sein, und haltet genügend Abstand zu den Schilfgürteln.
Wer mit seinem Hund im Spreewald paddelt, erlebt oft erst nach ein paar Stunden, was schiefgehen kann. Der häufigste Fehler ist, den Hund ohne Schwimmweste ins Boot zu setzen. Selbst wenn der Hund sicher schwimmt, kann er bei einer unerwarteten Strömung oder wenn er von einem anderen Boot erschreckt wird, in Panik geraten und über Bord springen. Eine gut sitzende Weste mit einem Griff am Rücken hilft nicht nur beim Wiedereinstieg, sondern schützt auch vor Unterkühlung, wenn das Wasser kälter ist als erwartet. Wählen Sie eine Weste, die speziell für Hunde gemacht ist und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Üben Sie das Tragen der Weste schon zu Hause, damit sie am Bootstag nicht für Stress sorgt.
Der Spreewald ist nicht nur für seine Gurken bekannt, sondern auch für eine enorme Vielfalt an Wildkräutern, die von Frühjahr bis Herbst geerntet werden können. Wer sich neu auf dieses Terrain begibt, sollte jedoch nicht einfach drauflosrupfen. Entscheidend ist ein Saisonkalender, denn jede Pflanze hat ihren optimalen Erntezeitpunkt, zu dem sie am aromatischsten und am wenigsten bitter schmeckt. Beispielsweise sind junge Brennnesselspitzen im April ideal, während Gänseblümchen schon im März erste Salate bereichern. Ein guter Ausgangspunkt ist, sich an heimischen Standorten zu orientieren, die weder gedüngt noch gespritzt wurden – idealerweise abseits von Wegen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
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