Programmierbare Thermostate senken die Temperatur nachts und bei Abwesenheit automatisch. In Altbauten mit schlechter Dämmung sollte die Absenktemperatur nicht zu tief gewählt werden, sonst kühlen Wände aus und die Wiederaufheizung frisst die Ersparnis. Bewährt hat sich eine Nachtabsenkung um wenige Grad. Wer Fußbodenheizung nachrüstet, muss prüfen, ob der Estrich und die Aufbauhöhe das zulassen — in vielen Altbauten ist das ohne umfangreiche Umbauten nicht möglich.
Licht und Möbel als unsichtbare Wände nutz
Beleuchtung und Farben entscheiden mit darüber, ob ein kleines Zimmer beengt wirkt. Eine Deckenleuchte allein reicht nicht. Eine kleine Wandlampe über dem Bett und eine weitere über dem Spielplatz schaffen Lichtinseln und lassen den Raum größer erscheinen. Helle Wände und ein heller Bodenbelag reflektieren das Licht. Dunkle Möbel und schwere Vorhänge schlucken es. Vorhänge sollten bis zum Boden reichen und schmal geführt werden, damit sie tagsüber fast verschwinden. Ein Spiegel an der Wand vergrößert den Raum optisch, sollte aber bruchsicher montiert sein.
Beim Licht ist LED die richtige Wahl. Halogen- oder Glühlampen heizen den Raum auf und verstärken den Effekt, dass sich Feuchtigkeit an kalten Flächen niederschlägt. Kaltweißes Licht lässt den Raum größer wirken, warmweißes Licht wirkt wohnlicher. Wer eine indirekte Beleuchtung hinter dem Spiegel oder an der Decke anbringt, vermeidet harte Schatten und muss nicht die ganze Wand anstrahlen. Ein häufiger Fehler ist ein einzelner, greller Deckenstrahler. Er erzeugt Blendeffekte und lässt die Fliesen unruhig wirken.
Die Größe des Spiegels spielt eine untergeordnete Rolle, solange die Fläche klein ist und der Winkel nicht stimmt. Ein kleiner Spiegel, richtig ausgerichtet, bringt mehr als eine große Fläche, die das Licht in eine ungenutzte Ecke wirft. Entscheidend sind drei Dinge: Abstand zur Lichtquelle, Neigung und die Beschaffenheit der Fläche, auf die das Licht trifft. Wer diese drei Punkte kontrolliert, kann die Helligkeit in einem dunklen Raum spürbar verbessern, ohne zusätzliche Lampen zu kaufen.
Ein Unterschrank unter dem Waschbecken scheitert selten am Design, sondern an Zahlen. Bevor irgendetwas ausgesucht wird, gehören drei Maße auf den Zettel: die Breite des Waschbeckens, der Abstand vom Boden bis zur Unterkante des Beckens und die Position des Siphons. Der Siphon sitzt fast immer mittig, aber nicht immer tief genug für einen Schrank mit Rückwand. Messen lässt sich das mit einem Zollstock in zwei Minuten: Beckenbreite minus zwei Zentimeter ergibt die maximale Schrankbreite, sonst steht der Korpus über.
Bei den Oberflächen gilt: Je glatter, desto besser. Große Fliesen mit schmalen Fugen nehmen weniger Wasser auf und lassen sich schneller abwischen. Silikonfugen sind eine Schwachstelle. Sie müssen trocken bleiben, sonst siedeln sich Schimmelpilze an. Nach dem Duschen die Fugen mit einem Abzieher trockenziehen kostet weniger als eine Minute und verlängert die Lebensdauer der Fugen erheblich. Handtücher gehören nicht auf den Boden, sondern auf eine Halterung, damit sie trocknen können. Feuchte Handtücher im geschlossenen Raum sind eine der häufigsten Ursachen für muffige Gerüche.
Die wichtigste Investition ist ein Ventilator, der nach außen führt. Ein reiner Umluftventilator wälzt nur die feuchte Luft im Raum um und bringt nichts. Ein Abluftventilator mit feuchtigkeitsgesteuerter Nachlaufzeit schaltet sich ein, sobald die Luftfeuchtigkeit steigt, und läuft nach dem Duschen noch einige Minuten weiter. Läuft er nicht mindestens zehn Minuten nach, bleibt die Feuchtigkeit in den Fugen und Ecken hängen. Ein häufiger Fehler: den Ventilator nur mit dem Lichtschalter koppeln. Wer nach dem Duschen das Licht ausknipst, stoppt auch die Lüftung, und die Restfeuchte bleibt im Raum.
Wer diese Punkte beachtet, braucht kein Fenster, um ein trockenes Bad zu halten. Die Kombination aus Abluftventilator mit Nachlauf, Stoßlüften in der Wohnung, LED-Licht und abgezogenen Flächen löst das Problem dauerhaft. Ein Hygrometer für die Luftfeuchtigkeit zeigt, ob die Maßnahmen greifen. Werte über sechzig Prozent nach dem Duschen deuten darauf hin, dass die Lüftung zu schwach oder zu kurz läuft. Dann lohnt es sich, den Ventilator zu prüfen oder die Nachlaufzeit zu verlängern, bevor sich Schimmel bildet.
Ein Unterschrank aus Spanplatte hält Feuchtigkeit schlechter aus als ein Korpus mit dichter Kante. Wichtig ist, dass alle Schnittkanten versiegelt sind, sonst quillt das Material nach ein paar Monaten auf. Im Alltag zählt außerdem, dass der Schrank nicht auf dem Boden aufliegt, sondern auf höhenverstellbaren Füßen steht. So lässt sich Unebenheit ausgleichen, und ausgelaufenes Wasser trocknet darunter ab. Ein weiterer Fehler: Türen ohne Dämpfung. Sie knallen gegen den Korpus, die Scharniere lockern sich, und nach einem Jahr hängt die Tür schief.
Die Höhe ist der zweite Stolperstein. Ein normales Waschbecken hängt mit der Unterkante bei etwa 65 bis 70 Zentimetern. Ein Unterschrank mit 60 Zentimetern Höhe passt darunter nur, wenn der Siphon gekürzt oder verlegt wird. Häufiger Fehler: Der Schrank wird zuerst gekauft, dann fällt auf, dass die Siphonrohre im Weg sind. Wer den Siphon nicht anfassen will, plant einen Schrank mit Aussparung im oberen Bereich oder wählt ein Modell mit halbhoher Rückwand.
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