Wenn die alte Fensterlaibung dünne Holzplatten bekommt

Beim Auftragen des neuen Silikons sollten Sie auf ein spezielles Sanitärsilikon mit fungizider Ausrüstung zurückgreifen. Diese Silikone enthalten Biozide, die das Wachstum von Schimmelpilzen für mehrere Jahre hemmen. Schneiden Sie die Kartuschenspitze schräg an, sodass die Öffnung etwa der Fugenbreite entspricht. Setzen Sie die Kartusche in eine Druckpistole ein und füllen Sie die Fuge gleichmäßig, ohne Lufteinschlüsse. Arbeiten Sie zügig, aber mit ruhiger Hand. Zum Glätten eignet sich ein Fugenglätter oder ein in Spülmittelwasser getauchter Finger. Wichtig ist, dass Sie das Silikon direkt nach dem Auftragen glätten und überschüssiges Material sofort entfernen. Ist das Silikon erst einmal ausgehärtet, lässt es sich nur noch mühsam korrigieren.

Bevor Sie mit der Montage beginnen, messen Sie die Laibung sorgfältig aus – und zwar an mehreren Stellen. Die obere Schräge und die beiden seitlichen Flächen weichen oft voneinander ab. Übertragen Sie die Maße einzeln auf die Holzplatten und schneiden Sie mit einer feinen Säge oder einem Cutter entlang einer Metallkante. Für saubere Gehrungsschnitte an den Ecken lohnt sich eine Gehrungslade. Denken Sie daran, dass Holz arbeitet: Zwischen den Platten und zum Fensterrahmen hin lassen Sie eine Dehnungsfuge von etwa drei Millimetern.

Die richtige Vorbereitung entscheidet über die Haltbarkeit Die alte Oberfläche muss nicht perfekt eben sein, aber sie muss tragfähig sein. Entfernen Sie lose Putzreste und saugen Sie die Flächen gründlich ab. Bei sehr unebenen Untergründen hilft es, zuerst dünne Ausgleichskeile aus Holz oder Kunststoff zu setzen. Die Platten befestigen Sie am besten mit Montagekleber – punktuell auftragen, andrücken und mit Schrauben oder Nägeln in den Fugen fixieren, bis der Kleber ausgehärtet ist. Alternativ eignen sich kleine Edelstahlwinkel, die Sie unsichtbar an der Kante zum Fenster anschrauben.

Ein häufiger Fehler ist es, die Platten direkt auf den Dämmstreifen oder das Kompriband des Fensters zu kleben. Dadurch verlieren Sie die Abdichtungsebene, und Feuchtigkeit kann ins Mauerwerk ziehen. Achten Sie darauf, dass die Platten ausschließlich auf der Laibung selbst aufliegen – der Abstand zum Fensterrahmen bleibt frei. Nach dem Trocknen spachteln Sie die Fugen mit elastischem Acryl. Keine Silikonmasse verwenden, denn die ist später nicht überstreichbar.

Welche Schritte sind nötig, um die Fliese dauerhaft zu fixieren? Heben Sie die lose Fliese vorsichtig mit einem Spachtel oder Meißel an. Entfernen Sie dabei den losen Mörtel und saugen Sie den Untergrund gründlich ab. Der Hohlraum darf weder Staub noch feine Partikel enthalten, sonst haftet die Ausgleichsmasse nicht. Reinigen Sie die Rückseite der Fliese ebenfalls – hier bleiben oft Reste des alten Klebers. Bei Bedarf können Sie die Fliese mit einem feuchten Tuch abwischen, aber lassen Sie sie vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen.

Ein weiterer, oft übersehener Fehler ist der Thermostatkopf. Ist er auf „Frostschutz” oder eine sehr niedrige Stufe gestellt, öffnet das Ventil nicht richtig. Nehmen Sie den Thermostatkopf ab und prüfen Sie, ob der darunterliegende Stift sich leichtgängig bewegen lässt. Bei manchen Modellen müssen Sie den Stift mit einer Zange vorsichtig herausziehen, wenn er festsitzt. Achten Sie darauf, nicht mit Gewalt zu arbeiten – ein abgebrochener Stift bedeutet einen teuren Austausch des gesamten Ventils. In Mehrfamilienhäusern ist es zudem möglich, dass die zentrale Umwälzpumpe zu schwach eingestellt ist. Dann hilft nur ein Gespräch mit der Hausverwaltung.

Die Aushärtung dauert je nach Produkt zwischen 12 und 24 Stunden. In dieser Zeit darf die Fuge nicht mit Wasser in Berührung kommen. Ein häufiger Fehler ist, direkt nach dem Glätten zu duschen – das führt zu Blasenbildung und einer unzureichenden Haftung. Planen Sie die Erneuerung daher an einem Tag ein, an dem Sie das Bad oder die Küche nicht nutzen müssen. Wenn Sie unsicher sind, testen Sie das Silikon an einer unauffälligen Stelle. Nach dem Aushärten können Sie die Fuge mit einem feuchten Tuch abwischen und auf eventuelle Unebenheiten prüfen. Kleine Korrekturen sind mit einem scharfen Messer möglich, solange das Silikon noch nicht vollständig ausgehärtet ist.

Nun kommt die Ausgleichsmasse ins Spiel. Mischen Sie sie genau nach den Herstellerangaben an – in der Regel wird das Pulver in Wasser eingerührt und muss kurz quellen. Die Konsistenz sollte eher steif sein, damit sie nicht unter der Fliese herausläuft. Tragen Sie die Masse mit einem Zahnspachtel auf den Untergrund auf und setzen Sie die Fliese sofort ein. Drücken Sie sie gleichmäßig an und richten Sie sie mithilfe einer Wasserwaage aus. Bei größeren Hohlräumen empfiehlt es sich, die Masse auch auf die Fliesenrückseite aufzutragen.

Wann hilft nur noch das Erneuern der Silikonfuge? Wenn der Schimmel trotz Reinigung nach wenigen Tagen erneut auftritt oder das Silikon bräunlich-gelb verfärbt ist und Risse aufweist, ist die Fuge durchlässig geworden. Dann hilft kein Reiniger mehr – Sie müssen das alte Silikon restlos entfernen. Verwenden Sie dafür einen Silikonentferner oder ein scharfes Messer mit dünner Klinge. Schneiden Sie die Fuge an beiden Kanten ein und ziehen Sie das Silikon in einem Zug heraus. Achten Sie darauf, die angrenzenden Fliesen nicht zu beschädigen. Anschließend reinigen Sie die Fugenränder mit einem alkoholhaltigen Reiniger, um Fettreste zu beseitigen. Diese Rückstände verhindern sonst die Haftung des neuen Silikons. Ein typischer Anfängerfehler ist, die Fläche nicht ausreichend trocknen zu lassen – Feuchtigkeit unter dem neuen Silikon führt unweigerlich zu erneutem Schimmel.

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