Wenn die Kirschen gepflückt sind, schneide den Baum sofort

Was nach dem Schnitt am Stumpf passie

Home Renovation by iR immo RENOVATION Ein häufiger Fehler ist der Schnitt in die bereits ausgebildeten neuen Triebe. Wer zu spät schneidet, entfernt genau die Knospen, die im nächsten Jahr blühen sollen. Ein weiterer Fehler: das Auslichten von innen mit der Motorsäge oder einer stumpfen Schere. Dadurch entstehen ausgefranste Schnittstellen, die Krankheitserregern wie Pilzen Tür und Tor öffnen. Deshalb sollte das Werkzeug desinfiziert und scharf sein. Auch das Mulchen mit Rasenschnitt direkt unter dem Strauch kann Fäulnis begünstigen, wenn der Schnitt nicht sauber ausgeführt wurde.

Verblühte Rosen sehen nicht nur unordentlich aus, sie kosten die Pflanze auch Kraft. Wer regelmäßig ausputzt, fördert die Bildung neuer Blüten und beugt Krankheiten vor. Entscheidend ist der richtige Schnittpunkt: Wird zu viel oder zu wenig entfernt, reagiert der Strauch mit langen Trieben, Pilzbefall oder gar keiner Nachblüte. Die folgenden fünf Ansatzstellen decken alle gängigen Situationen ab – vom einzelnen verwelkten Blütenblatt bis zum ganzen Blütenstand.

Der Schnitt der Süßkirsche direkt nach der Ernte ist kein Ritual, sondern eine vegetationsphysiologische Notwendigkeit. Anders als Apfel oder Birne verschließt die Kirsche ihre Wunden nach dem Schnitt nur zögerlich. Wer bis zum Winter wartet, schneidet in schlafende Knospen und in Holz, das keine Reservestoffe mehr einlagert. Die Folge sind Gummifluss, pilzliche Infektionen und im nächsten Jahr ein kümmerlicher Austrieb. Der Baum mag keine Wartezeit, weil sein Wundverschluss an den aktiven Saftstrom gebunden ist. Nur solange die Blätter Photosynthese betreiben, kann die Kirsche Kallus bilden und die Schnittfläche überwallen.

Besonders tückisch ist das Schneiden über Kopf. Der Blick ist nach oben gerichtet, die Halswirbelsäule überstreckt, und der Arm folgt automatisch dieser Linie. Wer dann noch mit einer Hand nachfasst, hat keinen Punkt mehr, an dem er sich abstützen kann. Besser ist es, die Leiter höher zu stellen und den Schnitt auf Augenhöhe oder darunter auszuführen. Das gilt auch für Heckenscheren: Ein ausgestreckter Arm verliert die Kontrolle über die Schneidbewegung, und die Gefahr, in die eigene Kleidung oder in die andere Hand zu geraten, steigt.

Die sichere Regel lautet: Der Gürtel bleibt immer zwischen den Holmen. Wer weiter reichen muss, steigt ab und stellt die Leiter um. Das kostet Zeit, aber es ist die einzige Methode, die den Schwerpunkt zuverlässig innerhalb der Aufstandsfläche hält. Ein häufiger Fehler ist das sogenannte Nachfassen: Man hält sich mit einer Hand fest und schneidet mit der anderen, während der Oberkörper bereits nach außen gedreht ist. In dieser Haltung fehlt die Kraft, um einen widerstandsfähigen Ast zu durchtrennen.

Zu den Sorten, die am alten Holz blühen, gehören Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), Tellerhortensien (Hydrangea serrata), Eichenblatthortensien (Hydrangea quercifolia) und Kletterhortensien (Hydrangea petiolaris). Bei diesen vier Typen sitzen die Blütenanlagen an den Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Ein Rückschnitt im Frühjahr entfernt sie, und die Pflanze treibt danach nur Blätter. Diese Sorten schneidet man, wenn überhaupt, direkt nach der Blüte im Spätsommer, damit die neuen Triebe vor dem Winter noch ausreifen können.

Wie ein sicherer Schnitt in der Praxis aussieht Vor dem Schnitt wird die Leiter so positioniert, dass der Arbeitsbereich direkt vor dem Körper liegt. Die Füße stehen hüftbreit auf den Sprossen, die Knie sind leicht gebeugt. Die Schnittbewegung kommt aus den Armen, nicht aus dem Rumpf. Wer eine Astsäge benutzt, setzt den ersten Zug mit kurzem Hub an und verlängert erst, wenn die Säge greift. Ein überstreckter Arm führt dagegen zu einem langen, flachen Schnittwinkel, bei dem die Sägezähne springen und die Leiter erzittern.

Die einfache Konsequenz: Jeder Schnitt, der nur mit ausgestrecktem Arm erreichbar ist, wird verschoben. Die Leiter wird umgestellt, der Körper bleibt über der Aufstandsfläche, und die Schnittbewegung erfolgt aus einer stabilen Haltung. Das reduziert nicht nur das Unfallrisiko, sondern verbessert auch die Schnittqualität. Ein Ast, der sauber und kontrolliert durchtrennt wird, heilt besser und wächst weniger stark nach.

Ein weiterer typischer Fehler ist das Arbeiten auf nassem oder unebenem Untergrund. Die Leiterfüße sinken ein, und der überstreckte Arm verstärkt die Schieflage. Wer dennoch schneiden muss, sollte die Leiter mit einem Brett unterlegen und den Stand regelmäßig prüfen. Auch das Tragen von Handschuhen mit glatter Innenfläche ist riskant: Der Griff an der Sprosse oder am Holm wird unsicher, sobald der Arm weit nach außen geht.

Anders ist es bei Sorten, die am neuen Holz blühen: Rispenhortensien (Hydrangea paniculata), Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) und Annabelle-Sorten. Sie bilden ihre Blütenknospen erst an den Trieben, die im Frühjahr und Frühsommer wachsen. Diese Gruppe kannst du im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr kräftig zurückschneiden, oft bis auf 30 bis 50 Zentimeter über dem Boden. Der Schnitt fördert kräftige neue Triebe und damit größere Blütenstände. Wer hier im Sommer schneidet, nimmt der Pflanze die gerade angesetzten Knospen.

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