Wenn du Axolotl vergesellschaften willst, prüfe diese Bedingungen

Warum grober Kies zusätzlich die Wasserwerte belast

Als sicherer Bodengrund gilt feiner, abgerundeter Sand ohne scharfe Kanten, der in dünner Schicht von zwei bis drei Zentimetern eingebracht wird. Er darf nicht kalkhaltig sein, weil Axolotl weiches, leicht saures bis neutrales Wasser benötigen. Vor dem Einbringen wird der Sand mehrfach gespült, bis das Wasser klar abläuft. Beim Füttern mit einer Pinzette oder auf einer flachen Schieferplatte lässt sich vermeiden, dass Futter auf den Boden fällt und mit Sand aufgenommen wird.

Axolotl sind Einzelgänger. In der Natur treffen sie außerhalb der Fortpflanzungszeit selten auf Artgenossen, und auch dann nur kurz. Wer sie in einem Becken mit anderen Tieren halten will, muss deshalb zuerst die Grundbedingungen klären: Wassertemperatur, Wasserhärte, Strömung und die Frage, ob der Mitbewohner überhaupt ins Maul passt. Axolotl fressen alles, was sie überwältigen können — das schließt kleine Fische, Garnelen und Schnecken ein.

Beleuchtung ist Nebensache. Axolotl meiden helles Licht und werden in grell ausgeleuchteten Becken scheu. Eine schwache Beleuchtung mit Tageslichtcharakter genügt. Ein Unterschrank oder eine dämpfende Unterlage schützt vor Vibrationen, denn die Tiere reagieren empfindlich auf Erschütterungen. Eine Abdeckung verhindert, dass Tiere herausspringen und dass zu viel Wasser verdunstet.

Frisches Wasser muss vor dem Einfüllen auf die Beckentemperatur gebracht werden. Axolotl vertragen keine Sprünge von mehr als ein bis zwei Grad. Leitungswasser wird mit einem geeigneten Wasseraufbereiter entchloriert, sonst greift Chlor die Kiemen an. Ein Eimer, der nur für das Aquarium verwendet wird, verhindert Rückstände von Reinigungsmitteln. Beim Absaugen mit einem Schlauch wird der Mulm vom Boden gezogen, ohne das Tier zu berühren. Bodengrund vorsichtig absaugen, nicht aufwühlen, da sonst Schadstoffe aus tiefen Schichten ins Wasser gelangen.

Welche Tiere funktionieren und welche nicht Garnelen der Gattung Neocaridina werden oft empfohlen, weil sie kühles Wasser vertragen und Algen sowie Futterreste fressen. Das klappt nur, wenn viele Verstecke vorhanden sind und die Axolotl ausgewachsen sind und regelmäßig gefüttert werden. Junge Axolotl fressen Garnelen zuverlässig, adulte Tiere erwischen sie meist nur, wenn die Garnelen krank oder unvorsichtig sind. Ähnlich verhält es sich mit Schnecken: Posthornschnecken und Blasenschnecken können sich halten, wenn genug Rückzugsorte existieren. Große Apfelschnecken werden dagegen mit zunehmender Größe zu einer Gefahr für die Axolotl, weil sie an Kiemen und Haut knabbern können.

Kühlung und Wasser sind wichtiger als die Optik Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen 16 und 20 Grad Celsius. Dauerhaft über 24 Grad wird es gefährlich, weil die Tiere dann Pilzinfektionen und Stress entwickeln. Pflanzen Sie keine wärmeliebenden Arten, sondern robuste, kühltolerante Wasserpflanzen oder nutzen Sie einfach eine sparsame Bepflanzung. Ein leistungsfähiger Außenfilter hält das Wasser klar; die Strömung muss aber schwach bleiben, da Axolotl schlecht gegen starke Strömung anschwimmen. Wasseraufbereiter zum Entfernen von Chlor sind sinnvoll, ebenso ein regelmäßiger Teilwasserwechsel. In der Einfahrphase von vier bis sechs Wochen darf noch kein Tier eingesetzt werden, weil sich erst die Filterbakterien ansiedeln müssen.

Zuerst sollte man sich die Elterntiere ansehen. Seriöse Züchter präsentieren die adulten Tiere, aus denen der Nachwuchs stammt, und geben Auskunft über deren Herkunft und Alter. Wichtig ist, ob die Tiere getrennt nach Farbformen und Geschlecht gehalten werden, damit keine unkontrollierte Inzucht entsteht. Kann der Züchter die Abstammung nicht über mindestens zwei Generationen benennen, ist Vorsicht angebracht. Axolotl tragen Erbkrankheiten weiter, die erst nach Monaten sichtbar werden.

Typische Fehler: zu warmes Wasser, grober Kies, scharfe Kanten, zu starke Strömung und der Besatz während der Einfahrphase. Manche Halter setzen Fische dazu; das endet meist mit Stress oder Verletzungen, weil Fische an den Kiemen zupfen. Prüfen Sie vor dem Einsetzen mit Teststreifen oder Tröpfchentests die Werte für Ammonium, Nitrit und Nitrat. Erst wenn Nitrit nicht mehr nachweisbar ist, darf der Axolotl einziehen.

Ein Axolotl braucht kein helles Gesellschaftsbecken, sondern einen kühlen, sauberen Rückzugsort. Wer das Tier zum ersten Mal einrichtet, plant oft zu bunt, zu warm und zu hell. Der folgende Aufbau lässt sich an einem Nachmittag erledigen, wenn Becken, Filter und Kühlung bereitstehen.

Das Aquarium sollte mindestens einen Meter lang sein, bei ausgewachsenen Tieren besser mehr. Axolotl wachsen schnell, und ein zu kleines Becken lässt die Wasserwerte kippen. Entscheidend ist die Grundfläche, nicht die Höhe. Als Bodengrund dient feiner, abgerundeter Sand. Kies ist ungeeignet, weil die Tiere ihn beim Fressen aufnehmen und daran verenden können. Sand vorher gründlich spülen, bis das Wasser klar bleibt, und nur eine dünne Schicht einbringen. Scharfe Dekoration, scharfkantige Steine und enge Spalten gehören nicht ins Becken. Höhlen aus Ton oder gebranntem Material bieten Verstecke, müssen aber so groß sein, dass der Axolotl sich darin frei drehen kann.

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